Läck de Söck därr, Toni!
Nun bin ich ja nicht nur als Käufer, sondern auch als Verkäufer viel in Kleve unterwegs und auch in dieser Eigenschaft erlebt man gelegentlich die dollsten Sachen.
So war ich neulich in einem Handwerkerbetrieb und wollte den geschäftsführenden Meister sprechen.
Nennen wir ihn Gerd.
Also meldete ich mich ordnungsgemäß bei der Vorzimmerdame oder Sekretärin an ( vielleicht war es auch die Ehefrau ), die sich gerade mit einem leckeren “Bollebeusken” beschäftigte.
“Der Chef iss nich da.” ließ sie mich sichtlich genervt wissen.
“Wann erwarten Sie ihn denn zurück?” wollte ich erfahren.
Sie wendete ihren Kopf nach hinten und rief mit herzzerreißender schriller Stimme:
“Gerd! Wann bisse wieder zurück?” – worauf die spontane Antwort ertönte:
“Sach für der Mann in zwei Stunden!”
Was soll ich sagen, Toni?
Nicht, das es ihr in irgendeiner Weise peinlich war oder sie sich dabei etwas dachte. Aber nein. Sie entfernte umständlich einen “Plüsel” von ihrem Pulli während sie mir erklärte:
“Der Chef kommt in zwei Stunden wieder.”
Als Niederrheiner weiß man, daß hier jegliche weitere Nachfrage oder Ansprache vollkommen sinnlos ist. Daher verabschiedete ich mich von ihr und überließ sie wieder ihren Bollebeuskes.
Trotzdem ein wenig ärgerlich wünschte ich die Beiden zu den “Bellewiskes”.
Du weißt nicht, wo die Bellewiskes liegen, Toni?
Hihi – ich auch nicht. Bei uns zu Hause räumt Püppi immer auf.
Scherz beiseite. Mein Opa benutzte dieses Wort immer, wenn ich ihn geärgert hatte. Und dann erklärte er mir: “Paß auf, Jung, sonst kommste nach de Bellewiskes.”
Natürlich hatte ich Angst, dahinzukommen, obwohl ich bis heute nicht weiß, wo und was das ist. Vermutlich eine Wortschöpfung meines Opas, die er für diese Zwecke nutzte.
Selbst meine Suche bei Google war vergeblich. Für die “Bellewiskes” gibt es keinen einzigen Treffer. Vielleicht ändert sich das jetzt durch meine Geschichte hier und ich kann meinem Opa dadurch posthum noch zur Berühmtheit verhelfen.
Ebenso kam es früher vor, das Opa mal gereizt reagierte, wenn ich nicht still sitzen wollte, was bei Kindern ja häufiger vorkommen soll. Dann rief er immer:
“Jung, nun hör endlich auf mit die Fitütten!”
Tja, Toni – da haben wir nun die “Fitütten”.
Ich ahnte zwar, was er meinte, aber so wirklich kann ich das noch heute nicht ins Hochdeutsche übersetzen. Und auch hier hilft Google nicht besonders weiter.

Blütenstand (© J.Reintjes)
Nun, Toni – ich wette, Du hast bereits bei Google nachgesehen oder etwa nicht? (grins)
Gerade schau ich aus dem Fenster in unseren Garten und will Dir kurz schildern, was ich da sehe:
En Duuv is nät ont pecke än enne Mell is met de Füüt ont trampele, dormet de Wörm noar Bütte komme.
(Übersetzung: “Eine Taube ist nass am picken und eine Amsel ist mit die Pfoten am auf den Boden stampfen dran, damit die Wärme nach bütten kommt.)
Överall krüppt Gedierzel dörr de Gägend än Püppi is all ont schuffele.
(Übersetzung: “Overall kriecht Getierchen durch die Umgebung und meine Göttin is bereits am schaufelen dran.)
Versuch mal, die lieblichen Worte aus dem Klever Platt im Internet bei Google zu finden, Toni. Kommen manchmal gar lustige Dinge zutage bei dem ganzen Kuddelmuddel.
Wie Du weißt, bin ich beruflich ja auch im Internet tätig und helfe den Händlern, Geschäftsleuten, Handwerkern und Dienstleistern, hier im Raum Kleve / Niederrhein ein bisschen besser gefunden zu werden in den Suchmaschinen.
Sollte Dich das mal näher interessieren, lade ich Dich zunächst schon mal hierher ein:
Webdesign und Suchmaschinenoptimierung
Schau mal rein. In Sachen Webdesign und Suchmaschinenoptimierung gehören wir zu den besten Anbietern am Niederrhein.
Klar, Toni – was sonst! ( harhar)
Damit Du ebenfalls nicht vergißt, daß ich auch zu den besten Witzeerzählern gehöre, hier einer meiner Lieblingswitze:
Ein Jäger erwischt einen Wilderer, der gerade mit einem Elch auf der Schulter flüchten will. Folgender Dialog:
“Halt! Bleiben Sie sofort stehen, sie Wilderer!” -”Aber, guter Herr, ich bin doch kein Wilderer!”
“Selbstverständlich haben Sie gewildert!” – ” Ist nicht wahr! Wie kommen Sie darauf?”
“Na, Sie tragen ja noch den Elch auf Ihrer Schulter!” – der Wilderer schaut vorsichtig zu seiner Schulter und wischt das Tier mit einer Armbewegung weg, indem er entsetzt ruft:
” Huch! Ein Elch!”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.