Läck de Söck därr, Toni!
PROST NEIJOAHR! – DAT HEBB EK GEWONNE!
Übersetzung: (Zum Wohle, neues Jahr! Dat hab ich gewonnen!)
Das neue Jahr – immerhin schon 2009 – hat lauthals Einzug gehalten und verspricht, wenn man unserer Bundes-Angie Glauben schenken soll, ein schweres Jahr zu werden.
Darum zunächst nur die allerbesten Wünsche an alle Leserinnen und Leser, an alle Verkäuferinnen und Verkäufer, natürlich an alle Käuferinnen und Käufer und selbstverständlich auch an alle Inkoopers, die im abgelaufenen Jahr Ihren Spaß beim Einkaufen in Kleve hatten.
Nachdem Rudolph, das Rentier mit der roten Nase und seine sieben Genossen wieder in der Garage stehen und ihren einzigen Arbeitstag im Jahr wieder hinter sich haben, freut man sich schon tierisch auf die Erfüllung der vielen guten Vorsätze, die man sich (mal wieder) vorgenommen hat.
Die ersten Raucher haben gewöhnlich den Vorsatz, das Rauchen aufzugeben, bereits auf Neujahr 2010 verschoben – dann aber ganz bestimmt! Die Chancen steigen ja, dann die “gesunde” Zigarette vorzufinden.
Woarvöör dat Schmooke opgäve? Dann nemmt geij twentig Kilos tuw än mott oppasse, dat geij niet et ääte opgäve mot.
Übersetzung: (Wofür dat Schmauchen aufgeben? Dann nimmste zwanzich Kilos zu un muss aufpassen, dat du nich dat Essen aufgeben tuen muss.)
Was soll ich sagen, Toni?
Abnehmen und mehr Sport treiben stehen bei Püppi und mir jedes Jahr ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze. Direkt am ersten Januar, wenn die Anderen gucken, wie die deutschen Skispringer in Garmisch-Patenkirchen wieder schwer am Verlieren sind, ziehen wir uns dick an und spazieren bei Eiseskälte unten am Spoykanal entlang.
Boah, Toni – dieses Jahr war da mal richtig Action angesagt.
Wir erspähten zwei Feuerwehrautos, die am Ufer aufgebaut standen und die dazugehörigen Feuerwehrleute – fünf an der Zahl. Sie steckten mit den Köpfen zusammen und waren schwer am prakesieren dran. Den Grund dafür hatten wir erst auf den zweiten Blick ausgemacht: Zwei Schwäne saßen regungslos auf dem Wasser und schienen angefroren zu sein.
Plötzlich nahm einer der freiwilligen Einsatzleute ein Seil, dass mit Etwas am Ende beschwert war und warf es in Richtung der Klever Wappentiere. Als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt, hoben beide Tiere ab, spannten ihre Flügel und segelten davon. Aus unserer Sicht waren die überhaupt nicht angefroren. (Hihi)
Einer der Männer rief verärgert hinterher:
“Now moij min die Mösse es sien. Die hadde genne Senn, öm sich te bewääge.”
Übersetzung: (”Nun musse mich die Mössen ma kucken. Die hatten überhaupts keinen Sinn um sich zu rühren.”)

Tja, Toni! Stramme Leistung. Aber – welch ein Einsatz der hiesigen Feuerwehr? Zwei Einsatzwagen und fünf Leute, um sich um das Wohlergehen zweier Schwäne zu kümmern. Das nötigt Respekt ab. So oder so.
Wir hatten jedenfalls mehr erlebt, als die Fernsehgucker. Ha!
Um dem angestrebten Glück für ein neues Jahr ein wenig auf die Sprünge zu helfen, müssen ja regelmäßig die altbekannten (auch altbewährten?) Glücksbringer herhalten, als da wären: Glücksschwein, Kleeblätter, Gutes Gelingen beim Bleigiessen, Tarotkarten und Wahrsager (aber nur die, die Gutes vorhersagen!).
Selbstredend nicht zu vergessen, den Glücksbringer schlechthin – den Schornsteinfeger.
Apropos: Schornsteinfeger:
Was ist der Unterschied zwischen einer Schwalbe und einem Schornsteinfeger?
Die Schwalbe hat eine weiße Brust und einen schwarzen Schwanz.
Der Schornsteinfeger hat eine Leiter und kann nicht fliegen.
Nun hat es ja ausgerechnet unsere Schornsteinfeger herbe erwischt. Die festgelegten Bezirke gibt es nicht mehr. Man fegt also sozusagen nicht mehr nur vor der eigenen, zugeteilten Tür, sondern demnächst da, wo man angefordert wird.
Trotz allem bleibt der schwarze Mann der oberste Glücksbringer und man muss ihn ja außerdem nur einmal anfassen. Das reicht schon. Besser, als mühevoll vierblättrige Kleeblätter zu suchen, die im Winter besonders selten zu finden sind oder Schweine zu sichten, die sich besonders eignen und nach Marzipan duften. Sehr selten.
Nein – der Beste ist und bleibt der Schornsteinfeger. Und unser Glücksbringer ist dieser hier:
Schornsteinfegermeister Robert Palm
Man muss fest daran glauben, dann kommt das Glück auch manchmal von alleine.
Denke daran, Toni – erzwingen bringt nix.
Also wünsche ich Allen ganz ganz viel Glück und natürlich einen guten Start ins Neue.
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.
