Läck de Söck därr, Toni!
fast sind die weihnachtlichen Festtage vorüber und ich resümmiere nochmal kurz, was sich beim Einkaufen in Kleve während der “heißen” Kaufphase so an netten Episoden ereignet hat und ich aufschnappen konnte.
Da waren zum Beispiel die beiden Damen, deren Dialog ich bei einem Besuch in einer Parfümerie lauschen konnte:
Ich sach noch gegen Erna:”Lass uns erst ma kucken, wie dat riecht! Aber nää, se kauft dat “Farina Gegenüber” seit se geboren iss.”
Es geht doch nichts über unsere niederrheinische Sprache mit all ihren Facetten und humorvollen Sprachwindungen, die ein Außenstehender nur nach und nach begreift.
Humor mussten Püppi und ich auch beweisen, als wir in einer Klever Bäckerei einige Leckereien einkaufen wollten. Traditionell haben es uns die Saisonalprodukte angetan, wie zum Beispiel eine Tüte Mutzenblätter, also aus Mutzenteig gebackene, knusprig dünne Spezialitäten mit Puderzucker bestreut.
Was soll ich sagen, Toni?
Der 100-Gramm-Preis wurd angegeben mit 2,40€. Die Tüte wog 150 Gramm. Somit hätte sie nach Adam Riese und Eva Klein also 3,60€ kosten müssen. Aber was mussten unsere verdutzten Augen lesen: 3,95€!
Eine Preissteigerung von annähernd 10%, ohne Angabe von Gründen oder irgend einen Hinweis!
Das geht jetzt gar nicht!
Also bei der Verkäuferin interveniert. Ihre erstaunliche, aber unlogische Antwort: “Ja – die Tüte kostet 3,95€!”
Nachdem wir ihr in einem längeren Gespräch nochmal die Grundrechenarten ins Gedächtnis gerufen hatten und sie beim zigmalsten Nachrechnen auch auf eine Summe von 3,60€ kam, dazu sich ebenfalls vom ordnungsgemäßen Gewicht der Tüte (tatsächlich 150 Gramm) überzeugt hatte, begab sie sich zur Firmenführung, die ihr mitteilte: “Dat ändern wa dann ab.”
Allerdings war, wohl auf Grund ihres mangelnden Kurzzeitgedächtnisses, der Vorgang schnell wieder Geschichte, denn sie wollte von uns trotzdem die 3,95€ haben. Als wir sie wiederum auf den Fehler aufmerksam machten, kam die jetzt wirklich erstaunliche Antwort: “Das geht jetzt aber nicht mehr. Ich habe das bereits in die Kasse reingebont.”
Tja, Toni – da fehlen einem die restlichen Worte, aber damit Du mich nicht für einen Fantasten hältst, hier der Beweis:
Weihnachtseinkäufe werden generell auch immer begleitet von kleinen Geschenken und Gaben der entsprechenden Geschäftsführung – oder auch nicht.
Die, die Ihren Kunden eine kleine zusätzliche und vor allem kostenlose Freude machen möchten, sind im Vorfeld sicherlich schwer beschäftigt, das Richtige zu finden. Einerseits möchte man seinen Kunden etwas bieten, andererseits darf es nicht zu teuer sein.
Also idealerweise etwas, das sehr edel und teuer aussieht, obwohl es so gut wie nichts kostet. Jeder ist ja im Grunde genommen genau danach permanent auf Jagd. Ich auch. (hihi)

So kommt man schlußendlich vom Weihnachteinkauf nach Hause, nicht nur vollgepackt mit Geschenken und Futter, sondern auch mit kleinen Beigaben, wie Plätzchen, Kugelschreiber, Becher und was sonst noch. Da stellt sich zu Weihnachten tatsächlich die Frage:
“Ja ist denn schon Weltspartag?”
Das schönste Einkaufen von Weihnachtsgeschenken ist doch immer noch für die Kinder, denn gerade für sie wird die Tradition des Schenkens gepflegt und bei manchen auch ausgebaut und übertrieben.
Was früher das Schaukelpferd, die Blockflöte oder auch schlichte warme Unterwäsche war (wie habe ich die als beschenktes Kind gehaßt!), entpuppt sich heute als Handy mit Prepaidcard, Playstation 4 oder 5?, Laptop, Netbook, Ipod oder sogar IPhone. Etwas anderes ist nur noch für Kleinstkinder, also Babys, interessant.
Dazu eventuell noch ein paar coole Klamotten von Ed Hardy und die Welt ist wieder rund.
Ein überschaubares Programm. Wer da nichts findet, schenkt Geld, damit der Sproß sich die richtigen Teile selbst kauft. Als Erwachsener hat man zu wenig Ahnung davon. Vielleicht mal eine W-Lan-Party besuchen? Ach nein, da wird man höchstens für den Hausmeister oder Reinigungspersonal gehalten.
Weihnachten ist aber nicht nur das Fest der Freude, sondern auch der Besinnlichkeit.
Es gibt nicht immer nur die Sonnenseiten. Gerade unsere Kinder sind heute anderen Einflüssen und Umständen ausgesetzt, die man vor einigen Jahren noch nicht kannte. Der Leistungsstress hat in allen Bereichen enorm zugelegt und bewirkt auch nachteilige Dinge. Die Pisa-Studie rüttelte hier schon mal auf, aber auch die Mediziner haben festgestellt, das die Kinder ebenfalls körperliche Defizite aufweisen im Gegensatz zu früher. Erschreckend ist auch, das die Körperkoordination immer mehr nachläßt, so das ein hoher Prozentsatz heutiger Kinder kaum noch in der Lage ist, einfach mal rückwärts zu laufen.
Daher möchte ich betroffenen Eltern heute einmal einen wertvollen Tipp geben, wo sie Hilfe für ihre Kinder bekommen, die an Rechtschreibstörung, Lesestörung, Sprachentwicklungsstörung oder Schluckstörung leiden und eventuell eine Sprachtherapie benötigen.
So, Toni – nun wünsche ich Dir noch ein schönes und besinnliches Rest-Weihnachtswochenende und vor allem einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich werde mich dann wieder melden und habe schon eine Menge Neuigkeiten parat. Laß Dich überraschen, wie Rudi Carrell immer zu sagen pflegte.
Eben noch:
Gerade höre ich die Verkehrsnachrichten von Antenne Niederrhein:
“Vorsicht auf der Autobahn A3 Richtung Düsseldorf! Dort liegt ein Gepäckträger auf der Fahrbahn!”
Was macht der denn da? Schläft der seinen Rausch aus? Der müßte doch längst seinen Dienst im Flughafen angetreten haben. TsTs.
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.