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Einkaufen in Kleve – Zahnarzt

Läck de Söck därr, Toni!

Aaahhh!! Hoffentlich lassen die Schmerzen bald nach.

Ich kann nix Festes mehr essen, bloß noch Quark, Joghurt oder Papp.

Warum?

Tja, Toni – man hat mir vier Zähne in einer Sitzung gezogen.

Ich wollte es auch nicht anders, denn ich war diese ewig peinigenden Schmerzen endgültig satt und hatte keine Intension, mich nach weiterem mehrstündigen Bohren und Vermörteln damit abzufinden, daß es in einigen Wochen erneut damit losgeht.

Ek hat godoome Tandepinn dat min de Fuutschweet op de Pläät stond.

Übersetzung: (Ich hatte himmelherrgottsackramentnocheinmal Zahnschmerzen, das mich der Fußschweiß auf die weniger behaarte Stelle meines Schädels stehen tat.)

Kennst Du das auch Toni?

Ich meine dieses knackende, knirschende Geräusch, wenn sich die Zahnwurzel vom Kiefer trennt und der Nerv sich noch ein letztes Mal bei Dir meldet und zwar in der Form, daß Du noch lange daran denkst, aber ihn für den Rest der Zeit wohl nie mehr vermissen wirst.

Hinfort mit Dir, Du ewiger Quälgeist, der mich jetzt nie mehr ärgern wird.

Hatte ich gedacht.

Kennst Du Druckstellen, Toni?

Ich meine die, die entstehen, wenn man künstliches Kauwerkzeug verpasst bekommt in Ermangelung genügend eigener Beisserchen.

Drei Kilo habe ich bereits an Gewicht verloren, was grundsätzlich mal ein positiver Aspekt dieser Geschichte ist, allerdings macht das Essen mit Schmerzen (eben die Druckstellen) nicht sonderlich viel Spaß.

Daher hier ein paar Auflockerungen zu diesem Thema:

“Herr Ober, reichen Sie mir bitte einen Zahnstocher!” – Ober: “Tut mir leid, momentan sind alle besetzt.”

oder der hier:

Ein Gast im Restaurant: “Herr Ober, die Suppe schmeckt so komisch!” – Na, dann lachen Sie doch!”

Jeden Tag versucht nun mein Zahnarzt, die gemeinen Druckstellen wegzuarbeiten, allerdings mit dem Erfolg, daß sich an anderen Stellen gleich neue bilden. Wahrscheinlich ist irgendwann alles weggeschleift. Scheinbar bin ich ein ganz besonderer Fall – sagt mein Zahnarzt -, was ich nicht so lustig finden kann.

In diesem Fall wäre ich lieber stinknormal und hätte keine Schmerzen mehr.

Was macht man also in seiner ganzen Verzweiflung? Man forscht im Internet nach Lösungen.

Was soll ich sagen, Toni?

Du findest millionenfach Anleitungen, wie man die Zähne richtig pflegt, wie man vorbeugen kann, welche Zahnpasta oder Zahnseide die beste ist und das man auf Süßes verzichten soll und und und….

Was hilft das, wenn es bereits zu spät ist und die letzten Kauer der Zange zum Opfer gefallen sind?

Brunnendenkmal (© J.Reintjes)

Künstlichen Zahnersatz bekommt man, so die Informationen aus dem World Wide Web, am günstigsten in Polen oder aus Tschechien. Oder sogar aus China.

Aber eine Reise mit entsprechendem Aufenthalt dort wird dann finanziell in etwa dem Gleichen entsprechen, als wenn man das Teil hier vor Ort bauen läßt.

Peinlich wäre mir persönlich auch der Gedanke, daß mein Zahnarzt an einem in Übersee georderten Gebiss Korrekturen vornehmen müsste. Vermutlich wären wir dann wieder am Anfang und die neuen Druckstellen würden sich mit entsprechenden Schmerzen zurückmelden.

Ein kuger Spruch heißt ja: “Die Hoffnung stirbt zuletzt.”

Also warte ich geduldig ab, gehe täglich ein wenig schleifen lassen und hoffe, daß mein Körper eines Tages nicht mehr auf den Schmerz reagiert.

Obwohl…. aufpassen muß ich dann letztendlich auf mein Gewicht.

Es sollte nicht soweit kommen, daß man bei mir Bulimie (Magersucht) vermutet und ich auf die Frage nach dieser fantastischen Diät dann antworten müßte:

“Lot ow alle Tänd trecke än en scheef Gebätt in den Mull dowe, dann sitt geij stracks van et frääte aff.”

Übersetzung: (Lass Dich alle Beisser entfernen und einen nicht so gut passenden Zahnersatz in der Mund reinbauen, dann bisse mich nix dich nix von das unmöndige Essen ab.)

Zurück zum Einkaufen in Kleve.

Mit Püppi zusammen werde ich die Geschäfte hier abklabastern, um Nahrungsmittel einzukaufen, die die richtige Konsistenz (das perfekte Dinner läßt grüßen) für einen leidenden Minimalesser aufweisen.

In all meinem Schmerz (wein, heul, klag) muß ich – schon Püppi zuliebe – meinen Humor aufrecht erhalten, dann ist die Sache tatsächlich etwas besser zu ertragen.

Leider hat mein bester  Freund versäumt, mir rechtzeitig die Adresse seiner Zahnärztin zu geben. Dort bin ich dann hin, als mein Zahnarzt Urlaub machte, und ich Schmerzen hatte bis….

Jetzt ist es auch meine Zahnärztin. Hihi – Ich bin nämlich seitdem schmerzfrei und fühle mich endlich wieder wohl. Hmmh, jetzt weiß ich nicht, ob ich diese erstklassige Adresse einfach weitergebe.

Ach, komm – weil Du es bist:

Zahnärztin Dr.med.dent. Tanja Rouenhoff

Darum Toni, hier noch einer für Dich, den ich unter normalen Umständen nicht erzählen würde:

Einem feinen Herrn wird im Sex-Club eine ältere Dame zugewiesen. Da meint er sehr energisch: “Das älteste Gewerbe der Welt – ist ja OK. Aber muss es denn ein Gründungsmitglied sein?”

Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.



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