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Einkaufen in Kleve – Gesundheit Hörgeräte

Läck de Söck därr, Toni!

Fühlst Du Dich manchmal auch veräppelt?

Ich meine, vom Wetter und so. Eigentlich sollten wir jetzt bereits im Kurzarmhemd bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen spazieren gehen können.

Aber was ist?

Kalt, Regen, unbeständig, grau – das ganze Programm dem man mittlerweile nichts Positives mehr abgewinnen kann.

Dafür ist aber wieder Rhein-Maas-Ausstellung in Kleve am Niederrhein.

“Doar könnt geij in et Gerüüsel ennen neijen Stöffer, ennen Bukkriem off ennen Galge vör ow Bokks inkoope.”

( Übersetzung: “Da kannsse in dat Gedrängel einen neuen Staubfeger, einen Bauchriemen oder einen Hosenhalter für Deine Hose erwerben.” )

Tausendmal schon dagewesen – immer das Gleiche gesehen.

Was soll ich sagen, Toni?

Fängt immer damit an, daß man von irgendwo oder irgendwen einen Ermäßigungsschein für den Eintritt bekommt, den man nicht verfallen lassen will. Wann bekommt man heutzutage noch etwas geschenkt?

Also hin – meistens bei strömenden Regen und Wind aus Richtung Rhein und Maas.

Als Erstes heißt es, planvoll vorzugehen – man will schließlich nichts verpassen. Könnte ja tatsächlich mal etwas Neues auftauchen. Selten, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Am Interessantesten finde ich persönlich immer die Anbieter, die eine Art Marktschreier vorschicken – da gibt es wenigstens etwas zu lachen.

“Die häbben ennen Schnäbbel ont Liff än quattse de Mensse on met en Gelöll, wat gennen weete well.”

( Übersetzung: “Die haben einen Schnabel am Leib und quatschen die Leute an mit ein Gerede, wat niemand interessieren tut.” )

Als Erstes fällt immer der Mensch mit dem Brillenreiniger auf.

Da ich Brillenträger bin, gehöre ich natürlich voll ins Beuteschema dieser listigen Verkäufer. Zunächst bietet man mir an, die Brille zu reinigen und dann überzeugt man mich davon, daß ich jetzt einen viel besseren Durchblick habe.

Das Tollste ist, Toni, wenn Du mal einen Liter von dem Zeug gekauft hast, dann kannst Du Deine Guckhilfe geschätzte 124 Jahre damit regelmäßig reinigen – vielleicht sogar die Fenster noch mit.

Apropos: “Brille”:

Ein Schotte verabschiedet seinen Sohn am Bahnsteig und ruft ihm, während der Zug bereits anrollt, noch nach: “Und nimm die Brille ab, wenn es nichts zu sehen gibt!”

Als Nächstes überfällt Dich dann meistens ein Mann oder manchmal auch eine Frau in irgendwelcher Seppel- oder Dirndelkleidung und hält Dir drei Lesezeichen unter die Nase mit den Worten: “Versuchen Sie mal Ihr Glück.”

Achtung, Toni! Du wirst immer Glück haben!

Du gewinnst nämlich grundsätzlich eine Weinprobe, worauf der Mensch Dich unvermittelt in ein mit Reben und Knorzen gestaltetes Zelt zieht, wo Du auf zünftigen Grobholz-Stühlen Platz nehmen darfst.

Er wird schnell herausfinden, daß Du ja hier am Niederrhein vorzugsweise Biertrinker bist und Dich Wein nur am Rande interessiert. Daher läßt er Dich immer den leckeren süßen Rebensaft probieren, der einem die Löcher in den Socken zusammenziehen läßt, bevor er Dir einen Tropfen serviert, der wohl wie Bier schmeckt.

Enten und Möwen (© J.Reintjes)

Solltest Du Dich wirklich breitschlagen lassen und eine Bestellung aufgeben, wirst Du bis an Dein Lebensende Angebote dieser Winzerei bekommen.

Weiter geht es zu den Landfrauen, die Dich mit Suppe, Kaffee, Kuchen und Selbstgebackenem erfreuen. Eine Supertruppe – immer gut drauf, immer lustig, freundlich und rotwangig gesund.

Da kannst Du ruhig mal rumknuijen – die haben für alles Verständnis.

“Doar köij noch de Koffi üt de Dröppelminna kriege, met rechtige Dratz in de Tass, än en läcker eiges gemakkt Kükkske met Oliepitte drop.”

( Übersetzung: “Da kannsse noch der Kaffee aus die Kaffekanne kriegen, mit echter Bodensatz in die Tasse, ein lecker eigenhändig gefertigtes Küchlein mit Erdnüsse da drauf.” )

Nächste Station: Messestand der Polizei Nordrhein-Westfalen.

Wenn Du da mal so eine halbe Stunde stehst und nur auf die vorbeitrottenden Besucher schaust, wirst Du etliche sehen, die sich ziemlich scheu daran vorbeidrücken oder beim Anblick des Standes gleich eine andere Richtung einschlagen.

Daher kümmern sich die Grünröcke auch vorwiegend um Kleinkinder, die alles noch abenteuerlich ansehen. Bei Heran- und Erwachsenen erfreuen sich die Beamten einer weniger großen Beliebtheit. Wieso eigentlich? Die machen doch immer so schöne Fotos auf den Strassen rund um Kleve.( hihi )

Regelmäßig reinfallen tuen Püppi und ich immer auf den Händler, der mit etlichen Tausend Brotsorten aufwartet und jedesmal, wenn wir vorbeikommen, eine exotische Sorte im Anschlag hat, an der wir nicht vorbeikommen.

Woher kennt der uns bloß immer wieder?

Selbstverständlich decken wir uns dann mit einigen Kilos verschiedenster Sorten ein, die wir dann genauso regelmäßig an Verwandte, Bekannte und Freunde weiter verschenken, damit sie nicht schimmelig werden – die Brote.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch der geniale Verkäufer, der ( ist das eigentlich immer derselbe? ) seit fünfzig Jahren Unmengen von Karotten, Kohlköpfen, Gurken und Radieschen kleinschneidet und zusammenrubbelt, bis er einen ca. drei Meter hohen Turm damit vor sich aufgebaut hat. Wer ißt das nachher eigentlich alles? – Ah – die Polizei. (Joke)

Mittlerweile ist dieses Reibegerät aus Plastik ja weiterentwickelt worden, damit man das ganze Gemüse auch in Tierfiguren, Raketen oder Handys verwandeln kann.

Kaufst Du es, Toni, wirst Du zu Hause feststellen, daß Du es niemals so zusammengebaut bekommst und dann so leicht damit arbeiten kannst wie der Verkäufer.

Aber Du bringst es auch nicht zurück oder? Wer gibt sich denn diese Blöße?

Siehst Du – damit verdient der Mensch sein Geld.

Wie Du selber weißt, gibt es noch viele andere, immer wieder gern gesehene Anbieter und Aussteller, auf die ich eventuell in einem folgenden Bericht noch näher eingehen werde.

Momentan tun mir die Ohren weh von dem ganzen Marktgeschrei.

Apropos: “Ohren”:

Ein schwerhöriger Mann geht mit seinem Sohn wintertags im Wald spazieren. Der Kleine stellt fest: ” Guck mal Papa, die armen Vögel im Wald.” – ” Ja, ja,” erwidert der Vater, ” und die Reichen im Hotel.”

Boah, Toni, letztens habe ich für einen bekannten Hörgeräteakustiker hier in Kleve gearbeitet.

Seither weiß ich etwas mehr über Schwerhörigkeit, Audiotherapie, Pädakustik und Tinnitus. Die haben da wohl die modernsten Geräte und Möglichkeiten, um weiterzuhelfen.

Also, Toni – wenn Du immer noch mit der Tüte am Ohr der Musik lauschen tust, dann geh doch mal hier hin:

Hörgeräte Scheerer

Da habe ich auch miterleben dürfen, wie gefühlvoll mit kleinen Kindern umgegangen wird, die Hörprobleme haben und ich konnte mich überzeugen, daß hier wirkliche Profis am Werke sind, die von der Sache absolut Plan haben. In Echt, Toni. Hör!

Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.