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Einkaufen in Kleve – Gastronomie – McDonalds

Läck de Söck därr, Toni!

Gestern war ich mit Püppi im Eoc-Center in Kleve zum Wocheneinkauf.

Für uns Männer ist das der pure Stress.

Normalerweise fangen wir bei Aldi an, um zunächst die nötigsten Lebensmittel, etc. einzukaufen.

Sobald ich in diesen Laden komme, geht mein Blick sofort zur Kasse, um zu orten, wie lang die Schlange der Wartenden davor ist. Hier muß man ein wenig strategisch vorgehen, um so effizient wie möglich zu sein. So sind die Männer eben.

Leider geht dieser Schuß, wenn man in Begleitung seiner Frau ist, grundsätzlich nach hinten los.

Vorbei an Kaffee, Brot, Kuchen, Wein, Schnaps und Schnuppzeug hatte ich bereits mühevoll drei Einkaufswagen umkurven müssen, die wie immer von anderen Frauen mitten im Weg geparkt waren, als Püppi beim Spülmittel fündig wurde.

Hier wird dann die komplette Palette weiblicher Einkaufslogik sichtbar – und das gilt nicht nur für Spülmittel, sondern auch für alle anderen Artikel.

Was soll ich sagen, Toni?

Dat gett ow gewäldig op den Sack! ( Übersetzung: “Da übt man sich in Geduld.” )

Es wird dann aber wirklich alles überprüft, in Frage gestellt, wiederholt in Augenschein genommen, gedreht, gewendet, auf Dichtigkeit untersucht, daran gerochen, Packung geschüttelt und gerüttelt, Ablaufdatum gecheckt ( und wehe, es ist nicht zu finden – sofort durchgefallen! ), Preis verglichen und zum guten Schluß unsicher erst mal wieder ins Regal gestellt – könnte woanders ja 2 Cent billiger sein. Man kann ja ein wenig darüber nachdenken und es dann später doch noch in den Einkaufskarren legen.

Verpackter Käse, Wurst, etc. wird grundsätzlich von hinten aus dem Spender genommen. Wieso eigentlich? Die Leute von Aldi haben sich doch schon vor 83 Jahren darauf eingestellt!

Ich natürlich weiter die Kassen im Blick.

Nützt aber nix, weil Püppi sich jetzt auf den Paprika stürzt und erst Ihre Wahl trifft, wenn aber wirklich alles, was so da ist, Ihrer gründlichen Untersuchung unterzogen wurde.

Dat mäckt min ganz rüselig. ( Übersetzung: “Da übt man sich in Geduld.” )

Ich nähere mich ungeduldig der Kasse2, weil die Schlange dort noch erträglich ist, werde aber sofort von Püppi zurückgepfiffen:

“Noch nicht anstellen, bin noch nicht fertig!”

Nichts Gutes ahnend, lasse ich mindestens fünf weitere Käufer mit voll bepackten Wagen neidisch an mir vorbeiziehen.

Püppi ist mittlerweise beim Obst angelangt und setzt Ihre Geruchs- , Fühl- und Druckprobe ein, um sich letztendlich für ….nichts zu entscheiden.

Nach weiteren gefühlten drei Stunden vernehme ich endlich die erlösenden Worte:

“Du kannst dich jetzt anstellen.”

Mein geübter Blick hatte bereits eine Kasse geortet, allerdings waren dort drei Warenautos schneller. So entschied ich mich für die Kasse, die gerade auf meinem Weg lag.

Kennst Du das auch, Toni?

Jedesmal, wenn man irgendwo auf der Welt in irgendeiner Warteschlange steht, hat man grundsätzlich den Eindruck, die falsche gewählt zu haben.

Wie anders läßt sich erklären, daß die Leute vor einem immer etwas vergessen haben und es dann holen, die Kassiererin vor Dir jedesmal die Bonrolle wechseln muß, die holländischen Mitbürger immer mit ihren Schecks bezahlen, die sie dann in aller Ruhe ausfüllen, ein Anderer vor Dir zu wenig Geld dabei hat, jemand mit Leergut dazwischen kommt oder ganz einfach ein Personalwechsel vonstatten geht, der ewig dauert?

Ganz abgesehen davon, daß Du gerade im Begriff bist, die Ware aufs Band zu legen, um dann von der Kassiererin zu hören:

“Hier bitte nicht mehr!”

Irgendwann bin ich dann an der ganzen Schlange vorbei nach vorne. Was dann kommt ist klar:

“Stellen Sie sich gefälligst hinten an!”

Auch ein: “Geht nicht, da steht schon einer!” nutzt da wenig.

Schön fand ich, als wir mal bei Aldi in Kellen waren und uns ans Ende einer riesigen Warteschlange anstellen mußten. Ein Bekannter von uns, Thomas, war bereits ganz vorne, entdeckte uns und rief: “Kommt her – ich laß Euch vor!”

Tja, Toni, – kannst Du Dir das Gezischel, Gemunkel und den spürbaren Unmut der anderen Käufer vorstellen? Nee, laß man stecken.

“Bar oder mit Karte?” Diese Worte müßen bei den Aldi-Kassiererinnen auf einem Chip eingepflanzt sein. Das beten die wahrscheinlich noch in ihrer Freizeit, wenn sie mal unkonzentriert sind.

Ich stell mir gerade vor, sie liegt nach einem gestressten Tag übermüdet in ihrem Bett und ihr Mann läßt sie wissen, daß da noch was ist, worauf sie dann fragt:

“Bar oder mit Karte?” ( hihi )

Bitte, liebe Aldi-Kassiererinnen verzeiht mir diese Assoziation. Ihr seid die Besten auf der Welt – hoffentlich auch die Humorvollsten.

Als wir nun endlich die Ware in unserem Auto verstaut hatten, ging es zwangsläufig zu Edeka.

Klever Vogeltreff (© J.Reintjes)

Lustig finde ich da immer die Propagandistinnen.

Jaaa, Toni – die heißen wirklich so.

Da gibt’s dann die neuesten Sachen zum Essen und Trinken für lau. Man munkelt, daß sich so mancher Zeitgenosse damit durch’s Leben schlägt. ( grins )

An der Wursttheke habe ich schon mal 232 Gramm Salami bestellt – hat aber nicht so geklappt, wie man uns in der Fernsehwerbung immer weiß machen will. Angeberei.

Apropos: “Einkaufen” - da fällt mir doch dieser ein:

Kommt eine hochschwangere Frau zum Bäcker: „Ich bekomme ein Schwarzbrot!“ – Darauf der Bäcker verwundert: „Sachen gibt´s!“

Und dann, Toni – kannst Du mir mal erklären, wieso am Zeitungs- und Zeitschriftenstand immer mindestens drei Männer stehen, die in irgendeinem Magazin rumblättern?

Warten die darauf, daß man sie anspricht, haben die kein Zuhause, wollen die klug aussehen oder haben die kein Geld, um sich das Teil zu kaufen?

Geschissen, Toni – die haben es verstanden und warten auf ihre Frauen. Jawohl!

Die weiteren Geschehnisse an der Kasse oder auch in anderen Geschäften wiederholten sich in bekannter Manier.

Bemerkenswert allerdings war ein Filialleiter, der eine Verkäuferin zu schnellerer Gangart animierte, indem er ihr hinterherrief:

“Da wo kein Schnee liegt, können Sie beruhigt schneller laufen!”

Nach diesem anstrengenden Tag hatte ich eine kleine Ruhepause verdient und Püppi genehmigte mir einen Kaffee bei McDonald’s.

Wenn wir bei McDonald’s sind, kommt auch immer etwas Erinnerung auf, denn schon vor bald 28 Jahren habe ich mit Wolfgang Hahne den ersten Store in Kleve am Klosterplatz aufgemacht. Lang ist es her, aber immer noch hochaktuell, wie man an den zwei Geschäften am Klever Ring und im EOC sehen kann.

Dazu jetzt die neue Innovation McCafe’.

Mensch, Toni – da mußt Du unbedingt mal hin – tolle Sache das.

Guckst Du:

McDonald’s Kleve

Das ist der Trend! Kaffee, Latte ( keine Dachlatte, Toni ) und so.

Nach wie vor stehe ich auf McDonald’s, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie sauber und vernünftig da alles abläuft. Alle Produkte kommen von bekannten deutschen Lieferanten und unterliegen unglaublich aufwendigen Lebensmittel- und Frischekontrollen.

Nach dieser angenehmen Ruhepause setzte dann die bekannte Situation ein, daß Püppi einfiel, was sie noch alles vergessen hatte, einzukaufen. Glücklicherweise waren wir noch vor Ort. Obst sollte es dann doch noch sein und ein paar andere Dinge.

Also hier zum Schluß noch Einer vom Obst:

Die Kundin: ‘Ich brauche Äpfel fuer meinen Mann, sind diese hier mit einem Gift bespritzt?’ ‘Nein, das muessen Sie schon selber machen!’

Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.