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Einkaufen in Kleve – Freizeit – Radsport

Läck de Söck därr, Toni!

Letzte Tage sitze ich bei schönstem Sonnenschein mit meiner Püppi in einem Cafe in der Innenstadt von Kleve, wo wir uns vom Einkaufen ein wenig bei einem Espresso erholten.

Wir waren gerade so richtig schön am erzählen dran, als am Nachbartisch ein sehr (sehr) korpulenter Mann mit seiner nicht minder dicken Frau Platz nahmen.

Just in dem Moment, wo sein Hintern den Sitz endlich erreicht hatte und er sich zurücklehnte, wurde sein Hemd zur Waffe und schoss durch Überspannung zwei Knöpfe auf uns ab, die uns nur haarscharf verfehlten.

Doar schoot min godoome ennen Knoop van dat Hemd van den Decksack sowat van effkes on de Nöös vörbeij, dat min Hoart hoss stoon bleev än den Knoop kort vör ennen krottige Mittsack hange bleev.

Übersetzung: (Da schusste mich ganz plötzlich einen Knopf von dat Hemd von den Dicksack aber sowas von ebkes an die Nase vorbei, das mein Herz fast stehen bleiben tat und der Knopf kurz vor einen kleinen Heranwachsenden hängen bleiben tat.)

Der kurze und knappe Kommentar des unfreiwilligen Schützen war lediglich: “Oh, da waren zwei über.”

Tja, Toni, was soll ich sagen?

Der Vorfall veranlasste Püppi, mich darauf aufmerksam zu machen, dass es für mich ebenfalls höchste Zeit sei, mal wieder etwas für die Figur zu tun und ein wenig abzunehmen.

So eine Sch…. – geh mich weg mit Diäten, die mit Hunger, wenig Essen, kein Alkohol und viel Körner zu tun haben.

Wenn Gott gewollt hätte, dass ich Körner esse, hätte er mir Flügel gegeben.

Was kann ich dafür, dass die anderen nicht essen wollen. Grundsätzlich kann man ja alles essen, was man möchte – man darf es nur nicht runterschlucken. (hihi) Mein Spruch ist immer:

Solange ich am Strand liegen kann und die Jungs von Greenpeace ziehen mich nicht ins Wasser…..

Brunnenskulptur (© J.Reintjes)

Leider bin ich halt für mein Gewicht ca. 50cm zu klein geraten mit 1,82 Meter, doch ich kann essen, was ich will, ich werde keinen Zentimeter größer.

Aber Püppi war unnachgiebig und ist schlußendlich für mein Futter zuständig.

Auch meiner Bitte nach der Ananasdiät gab sie standfest nicht nach.

Du weißt Toni – alles außer Ananas.

Selbst mein zweiter Vorschlag, dass wir Trennkost machen – Sie das Gemüse, ich das Fleisch – war nicht von Erfolg gekrönt.

Also hatte ich keine Chance mehr und musste mich der Vernunft fügen.

Da ich nun absolut keine Körner zu mir nehmen wollte, einigten wir uns darauf, dass ich zum Frühstück Quark essen sollte, angereichert mit einigen Früchten.

Apropos: Diät:

Zwei Putzfrauen im Bürogebäude. Die Eine: “Ich mache jetzt Diät!” – Daruf die Andere: “OK, dann mache ich die Fenster!”

oder der hier:

Arzt zu einer übergewichtigen Patientin: “Ich habe Ihnen hier ein Rezept aufgeschrieben.” – Darauf die Dame: “Oh, vielen Dank Herr Doktor. Ich wußte gar nicht, dass Sie auch so gerne kochen wie ich.”

Nun, die ersten Diät-Tage gingen ganz gut vorbei und ich kam ohne große Probleme mit dem spartanischen Essen klar, obwohl sich langsam aber sicher die Gedanken an alle möglichen Mahlzeiten immer häufiger meldeten.

Nach drei Tagen hatte ich gefühlte fünf Kilo abgenommen,  die sich auf der Waage mit 1,5 Kilo zeigten. Das Ding musste kaputt sein.

Am fünften Tag bereits der erste Rückfall – einen “Mann sind die dick Mann” und zwei Gläser Wein. Die Waage rächte sich mit meinem Ausgangsgewicht.

Resultat der Aktion: zusätzlich Sport und Bewegung ins Programm aufnehmen. Ohne geht es ja eh nicht, wie jeder weiß.

Tja, Toni, dazu muss man wissen: Um ein Kilogramm Körperfett abzunehmen, muss man ungefähr einmal um die Erde radeln und das in 80 Tagen. Puhhh.

Also meldete ich mich beim Allround-Sports in Kleve an und verbrachte einen Teil des Tages auf dem Ellipsentrainer.

Du weißt, Toni – dieses Trampelteil, bei dem einen der Schweiss in Strömen die Beine runterläuft, wenn man denn mindestens eine Stunde bereit ist, zu strampeln. Dazu Spinning – noch Schweisstreibender, aber nach einiger Zeit wirklich gut. Man bekommt mehr Puste und hat ein angenehmes Gefühl nach dem Training.

Allerdings bekommt man von der anstrengenden Tätigkeit enormen Hunger, von Durst ganz zu schweigen.

Man ißt wieder mehr, hat dabei aber ein beruhigenderes Gefühl, denn das Gewicht bleibt stabil oder steigt aufgrund des Muskelwachstums leicht an. Die Hose sitzt aber lockerer und ein Hemdenknopf sitzt wieder sicher und kann nicht zum Geschoss werden.

Aber Obacht, Toni – nicht zuviel abnehmen und nicht zuviel Diät und Sport!Du solltest dringend aufhören, wenn folgendes passiert:

1) Wenn Du beim Einatmen an Bodenhaftung verlierst.

2) Wenn Du Dich beim Staubsaugen anschnallen mußt.

3) Wenn Dein Gesicht schon so schmal ist, daß Du mit beiden Augen durch ein Schlüsselloch schauen kannst.

4) Wenn Du mit Deinem Arm einen Strohhalm von innen sauber machen kannst.

5) Wenn Du beim Essen dauernd vom Sessel kippst, weil Du mit dem Löffel das Übergewicht bekommst.

6) Wenn Dich der Arzt zum Röntgen vor eine Glühbirne stellt.

7) Wenn Du beim Drachensteigen eher in der Luft bist, als Dein Drache.

8) Wenn Du Deinen Klavierunterricht beenden mußt, weil Du mit Deinen Fingern immer zwischen den Tasten stecken bleibst.

9) Wenn Du in der Dusche dauernd hin- und herspringen mußt, damit Du nass wirst.

10) Wenn nicht Du die Enten, sondern die Enten Dich füttern.

Also, Toni – wie bei Allem im Leben – immer maßvoll sein und die Grenzen nicht aus den Augen verlieren.

Nach einiger Zeit vernahm ich denn auch die erlösenden Worte von Püppi:

“Jetzt mußt Du aber aufhören mit dem Abnehmen. Dein Gesicht ist ganz schmal geworden, das sieht nicht aus.”

Tja, Toni, was soll ich sagen?

Scheinbar habe ich ca. sechs Kilogramm an Gewicht verloren, davon etwa fünf Kilo im Gesicht.

Aber natürlich liegt Püppi richtig in Ihrer Ansicht, es muß Schluss sein mit dem Abnehmen (im Gesicht).

Stell Dir vor, Du stehst morgens auf, gehst zum Spiegel, und Du schaust in das Gesicht von Paul Kuhn. AHHHHH!!!

Ooge näss enne Kecker, en poar grisse Höör, en Nöös näss enne groote Mösseschnütt än en poar Flappohre.

Übersetzung: (Augen wie einen Frosch, ein paar gruselige Haare, eine Nase wie einen grossen Vogelschnabel und ein paar Segelohren.)

Wer will schon so aussehen? Laß man stecken, Toni.

Was allerdings auch helfen könnte, seine Figur in die richtigen Proportionen zu bringen, ist Radfahren – also fahren mit dem Rad – also mit dem Rennrad – also fahren mit einem Rennrad.

Die Jungs, die da rein sportlich, also nicht Armstrongmäßig aufgeladen, unterwegs sind, machen immer einen ordentlich fitten Eindruck.

Um sich in diesen Dingen mal so richtig sachkundig zu machen was das Sportgerät, namentlich Rennrad und die notwendigen Utensilien, wie richtige Bekleidung, Zubehör, Pflegemittel und was noch so wichtig ist, angeht, braucht man den richtigen Fachmann.

Hah, Toni – den habe ich gefunden! Guck ma:

ROBIN’S RADSHOP BEDBURG-HAU

Der Mann weiß nicht nur alles über den Radrennsport, sondern kann Dir auch alles besorgen, vom Rennrad angefangen über die Bekleidung bis zu allen anderen notwendigen Dingen.

Und das Tolle ist – Du kannst bei ihm auch in einer Gruppe von Radsportbegeisterten mittrainieren und so eine Menge lernen.

Apropos: Radrennen:

Woran erkennt man bei der Tour de France diejenigen, die nicht gedopt sind? Ganz einfach – es sind alle die ohne Fahrrad.

Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.



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