Läck de Söck därr, Toni!
Vorige Tage hatte Püppi beschlossen, daß ihr zum großen Glück noch ein kleiner Schrank im Badezimmer fehlt, wo sie ihre Tiegel, Fläschchen, Tuben,Wattebäuschchen, Töpfchen und die anderen Utenslilien unterbringen kann, um sie mir aus dem Gesichtsfeld zu schaffen, damit ich wieder gezielt meine Zahnpasta finden kann.
Boah, Toni, ich sach Dich – Was die Kosmetikindustrie unseren Frauen an Gedööns aufdrängt, nimmt mittlerweile Ausmaße an, die ein normaler Mann weder verstehen noch akzeptieren kann. Nützt aber nix.
Entweder anbauen, ein Kinderzimmer als Lagerraum umfunktionieren oder eben einen zusätzlichen Schrank anschaffen.
Dor heij dann werr Plätz vör der ganze Schmeerkroam än könnt werr opröste.
Übersetzung ( Da hasse dann wieda Platz für der ganze Schmierkram un kanns wieder hinzukaufen. )
Also los, um in Kleve nach entsprechenden Geschäften Ausschau zu halten, die mit einem Püppi genehmen Angebot an Schränken aufwarten können.
Was soll ich sagen, Toni?
Nichts war ihr recht. Das eine Schränckchen war zu klein, das andere zu groß. Eines war zu breit, ein anderes zu schmal. Mal stimmte die Farbe nicht, mal war das Material nicht geeignet. Natürlich war das erste einigermaßen passende zu teuer und zu billig durfte es ohnehin nicht sein.
Mein Opa pflegte schon immer zu sagen: “Teuer kaufen, ist billig kaufen.”
Tja, Toni – damit meinte er in erster Linie die Tatsache, das Qualität länger Bestand hat, als minderwertige Ware, womit er vermutlich den Nagel auf den Kopf getroffen hat.
Zwischendurch zur Auflockerung etwas zum Thema Einkaufen:
“Die Hosen passen Ihnen doch wunderbar!” meint der Verkäufer zum Kunden. “Tja, ich weiß nicht recht”, erwidert der “unter den Armen kneifen sie ein wenig!”
oder der hier:
“Dieses Spielzeug hier”, erklärt die Verkäuferin, “wurde von führenden Psychologen entwickelt und bereitet ihr Kind optimal auf den Ernst des Lebens vor. Wie auch immer man es zusammensetzt, es ist falsch!”
Und genau das ist der Grund, Toni, warum ich darauf bestand, kein Möbel zu kaufen, welches ich selber zusammenbauen muß, wie es bei einem bekannten schwedischen Möbelhaus der Fall ist. Naja – die geben den Teilen sogar Namen.
Die Sonne war bereits untergegangen, als Püppi endlich mit einem Entzückensschrei bekannt gab, daß sie das Objekt ihrer Begierde und den Zweck unseres stundenlangen Suchens nunmehr entdeckt hatte.
In einem Klever Baumarkt stand die Erlösung in stabiler Ausführung und passender Größe, schneeweiß glänzend im Scheinwerferlicht ( oder war es nur ein Halogenspot? ).
Obwohl ich mittlerweile auch einen Aluminiumcontainer abgenickt hätte, muß ich ehrlich gestehen, das auch mich dieses Möbelstück begeisterte. Manchmal lohnt sich Geduld eben doch, wie ich Püppi zähneknirschend beipflichten mußte.

Blumentonne (© J.Reintjes)
Also wurde ein, wie immer schwer zu findender zuständiger Mitarbeiter, herbeizitiert und ihm mitgeteilt, daß wir dieses Schmuckstück gerne käuflich erwerben möchten.
Er schickte uns zur Kasse und erklärte uns, daß er das Schränkchen auf ein geeignetes Gefährt setzen würde, damit er es uns gleich zum Auto schieben könne. Netter Kerl.
Wir bezahlten und nach wenigen Minuten kam der freundliche Mensch mit einer Karre angefahren, auf dem unsere Neuerwerbung stand.
Was soll ich sagen, Toni – von wegen stand! Auf dem Karren lag ein grosser Karton und ich konnte es nur als den gewünschten Schrank identifizieren, weil ein Foto des Teils auf der Oberseite prangte.
In minutenlanger Debatte versuchte ich den Baumarktmenschen klar zu machen, daß ich kein Handwerker bin und nicht im Traum daran dachte, diesen Bausatz in den ordentlichen Zustand des fertigen Gebildes zu bringen. Ganz abgesehen davon, daß ich über keinerlei Werkzeug verfüge.
Nach weiteren minutenlangen Überredungen seitens der Geschäftsleitung, daß alles ganz ganz einfach sei und den strengen Blicken von Püppi, die mir dann auch noch in die Seite trat, indem sie fast mitleidsvoll sagte: ” Ich helfe Dir dabei.”, ließ ich mich breitschlagen, den Bausatz mitzunehmen.
Welch ein Fehler!
Zu Hause angekommen, öffnete ich den Karton. Eigentlich nur, um ihn sogleich wieder zu verschließen.
Boah, Toni. Mir verschlug es die Sprache ob der mindestens zweitausend Einzelteile, die dann in der richtigen Reihenfolge verschraubt und verleimt werden wollten.
Von jeher hasse ich Puzzles und dies war eines, was die Langeweile für Wochen verschwinden lassen konnte. Nee – ohne mich.
Paket wieder ins Auto und nichts wie zurück in diesen Bastlerladen, wo ich sogleich den Geschäftsführer zu sprechen wünschte.
Als ich ihn davon überzeugt hatte, daß es sich um ein – zumindest für mich – unmögliches Unterfangen handelte, dieses Projekt zu stemmen, willigte er ein, daß ein Mitarbeiter der Firma das Teil für uns zusammenbauen sollte.
Insgeheim bedauerte ich diesen armen Tropf, aber es soll ja Menschen geben, die sowas sogar gerne machen. Oder?
Bereits nach zwei Tagen rief man mich an mit der erfreulichen Nachricht, daß unser neuer Badezimmerschrank abholbereit fertig stand.
Was Soll ich sagen, Toni?
Der Schrank war insofern fertig, daß die Tür noch nicht montiert war, weil man angeblich nicht wußte, an welcher Seite man sie anschlagen sollte.
Nachdem ich den Leuten verständlich gemacht hatte, das mir das nun wirklich sch….egal war, durften wir einen weiteren Tag warten, um das neue Möbelstück abzuholen.
Diesmal fehlte allerdings noch der Griff und ich willigte verzweifelt ein, das selber in die Hand zu nehmen. Hat dann auch ganz gut geklappt. ( wow ).
Gestern nun hatte Püppi die glorreiche Idee, aufgrund der hohen Strompreise sollte ich mir mal Gedanken um eine Alternative machen. Sie hatte was von Solarenergie und Photovoltaik gehört.
Naja, dafür hatte ich – welch eine Freude – genau die richtige Adresse und brauchte keine Angst zu haben, hier wieder zum Selbstbasteln verführt zu werden.
Denn, Toni – dafür braucht man einen Spezialisten, der genau erklären kann, wie man mittels Sonnenenergie eine Stange Geld sparen kann, denn die Sonne ist eine umweltfreundliche und kostengünstige Energiequelle.
Solltest Du also mal an Solartechnik, Netzwerkplanung, Projektmanagement, Kommunikationstechnik, Photovoltaik-Anlagen interessiert sein, findest Du hier genau den richtigen Fachmann:
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Apropos: “Sonne”:
Der Lehrer: “Woher bezieht die Sonne ihre Energie?”
Antwortet eines Schülers: “Sie lädt sich über Nacht auf!”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.