Läck de Söck därr, Toni!
Wie versprochen erzähle ich noch ein wenig weiter über die Studien, die Püppi und ich so auf Ibiza gemacht haben. Da gab es einfach zuviel zum Lachen, als das ich Dir das nicht mitteile, Toni.
Interessant ist auch immer noch – wieso eigentlich – die Antwort von deutschen Erstreisenden, deren Fitnessgerät der Fernseher ist, die Antwort auf die Frage des Service-Personals: “Latte Macchiato?” Zumeist kommen dann solch tiefschürfende Antworten wie: “Wollen Sie mich beleidigen?” oder “Ich trinke keinen Alkohol!”
Doar worre die noch rechteg kwoi än meene, denn Ober dütt die op den Ärm nehme.
Übersetzung: (Da werden die noch richtich fuchtich und tun meinen, der Kellner tut die verarschen).
Zeitweise stellt sich mir zu den festgesetzten Essenszeiten im Restaurant die Frage, warum einzelne Personen – in der Regel Männer – beim Gang mit dem überfüllten Teller imaginäre Weisen vor sich hin flöten.
Die Melodien, die da raus kommen, kennen die wahrscheinlich selber nicht. Welchen Grund hat das? Ich denke, es geht entweder um Angst oder um Ablenkung. Frauen machen das nicht. Können die das überhaupt? Wohl nicht. Wann kommen die mal in die Verlegenheit, jemanden hinterher zu flöten? Hihi
Was soll ich sagen, Toni?
Hast Du schon mal die Touries gesehen, die von allen Kellnern persönlich begrüßt werden wollen? Das nützt dem Ego wohl enorm. Plötzlich ist man Jemand. Man sticht aus der Masse heraus, verlässt die Anonymität und zeigt den Umstehenden oder Umsitzenden: “Schaut her, hier bin ich der King. Alle kennen mich, weil ich schon zum zweiten Mal hier bin.”
Das sie das Servicepersonal mit ausreichendem Trink- nein Schmiergeld gefüttert haben, wird nie erwähnt.
Allerdings werden die auch meistens nicht vom Personal vergessen, weil sie das mühsam aufgebaute Buffet als erstes komplett auseinander bauen und vernichten.
Dazu gehört, das sie sämtliche Wurstscheiben auf den liebevoll hergerichteten Tellern umgraben, herunter gefallene Lebensmittel mit den Fingern wieder auf die Teller zurück werfen, den Löffel im Suppentrog versenken, Spiegeleier mit der Gebäckzange versuchen auf ihre Teller zu balancieren, was dann nach dem vierten Versuch eventuell klappt.
Nach mir – nein, nicht die Sintflut – die Spülfrau.
Irgendwann, abends beim Essen, schaute ich unvermittelt hoch und entdeckte eine junge Frau mit einem derart kurzen Minirock, dass man geneigt war, von einem breiteren Gürtel zu sprechen.
Ich deutete mit dem Kopf rüber, um Püppi auch darauf aufmerksam zu machen. Allerdings erzählte ich ihr nicht von dem plötzlich einsetzenden Verlangen, der jungen Dame einen Euro vor die Füße zu werfen, nur um zu sehen, wie sie sich danach bückt.
Aaahhh – vergesse es ganz schnell, Toni. Das nehme ich sofort zurück. (grins)
Ibizaleuchten (© J.Reintjes)
Kennst Du das auch? Deine Partnerin benötigt eine geschlagene Stunde vor dem Spiegel, um sich ihre Frisur zu stylen und dann, nach nur fünf Schritten an die frische Luft und dem auf Inseln bekannten einsetzenden Wind, ist das Kunstwerk in Sekundenschnelle wieder zurück auf Anfang gestellt.
Diesmal hatten wir, im Gegensatz zu den üblichen Hotelgewohnheiten, ein gemeinsames King Size Bett. Das ist normalerweise nicht weiter tragisch, aber bei einer einzigen Bettdecke dann schon.
Regelmäßig so gegen 3:28 Uhr lag ich ohne da und konnte – da nehme ich grundsätzlich Rücksicht auf meine Püppi – mich mit meinem Buch und meinem IPhone zudecken.
Eines Abends hatten wir beschlossen, einmal eine traditionelle gediegene Tapasbar zu besuchen, um dort einige Kleinigkeiten zu speisen.
Was soll ich sagen, Toni?
Dort erfuhr ich, das Bresaola eine einheimische Spezialität aus Pferdefleisch ist. Naja, Fury essen ist nicht so mein Ding.
Auch der zum Dessert gereichte Zitronenkuchen war eine neue Erfahrenheit.
Der war derart mit Zitrusgeschmack ausgestattet, dass wir beide in einen regelrechten Zitronenrausch verfielen.
Die Krönung des Ganzen war allerdings ein spanischer Akkordeonspieler, der sich vor uns aufbaute und – sicher mit gutem Gewissen – das spannende Lied “Lili Marleen” präsentierte.
Meine Anfrage nach einem typischen spanischen Lied beantwortete er mit dem Bläck Föös Song: “Viva Espana”.
Buenos Dias Matthias, mer sinn widda doar…
Im Lokal selbst entdeckten wir dann aber wunderschönes Interieur, fantastische Designmöbel, toll dekorierte Wände und fantasiereiche Gardinen, sowie grandios drapierte und platzierte Pflanzen und Blumen. Insgesamt eine gelungene Innenausstattung, die nicht nur Spaniern zu gefallen wußte.
Da wären wir doch wieder einmal – mich nix, dich nix – beim Thema:
Tja, Toni – wenn Du mal etwas Auffrischung in Deinen vier Wänden benötigst, dann gibt es in Kleve eine ganz feine Adresse für Gardinen, Dekostoffe, Polsterarbeiten, Teppichböden, Flächenvorhänge oder Plissees:
Natürlich findest Du hier auch einen Fachbetrieb vor für CV Beläge, Linoleum und Kork, Markisen und Sonnenschutz aller Art, Flächenvorhänge, Raffrollos und Lamellen, Faltstores und Jalousetten, Tischdecken und Kissen sowie Bettwäsche.
Apropos: Teppich:
Vor der Ladentür eines Teppichgeschäftes ist ein arabischer Händler gerade damit beschäftigt, einen seiner Teppiche zu klopfen. Ein Mann, der gerade vorbeigeht, meint: “Na – was ist los? Springt er nicht an?”
Nun denn, Toni – einiges habe ich noch in petto aus Ibiza. Aber dazu demnächst mehr.
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.
