Läck de Söck därr, Toni!
Sonne – Sonntag – Stadtfest
Die gelungene Kombination, um einmal bei reichlich Gedränge durch die Geschäfte in Kleve zu bummeln und sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen.
“Läcker en bettje schnöffele, wat et vör den Sommertitt alles ant gäwen dütt.”
( Übersetzung: “Lecker ein bissken schnüffelen, was es für der Sommer so alles geben tuen wird.” )
Natürlich waren Püppi und ich auch vor Ort, um uns den ersten angenehmen Frühlingswind um die Nase wehen zu lassen und die ersten kräftigeren Sonnenstrahlen beim Einkaufen in Kleve so richtig zu genießen.
Neben den üblichen Gerüchen und Düften von Bratwurst, Pommes, Popkorn und Anis, was ein wenig an Kirmes erinnerte, erschallten aus allen möglichen Lautsprechern die Hits von Gestern und Vorgestern, manchmal auch von Heute. (Hihi)
Was soll ich sagen, Toni?
Durch dieses ganze Stimmengewirr und Lautsprechergetöse hindurch hörten wir plötzlich eine glockenhelle Kinderstimme, die entsetzt aufschrie:
“Kumma Mamma! Ich hab en Tier anne Boks!”
Naja, beim näheren Hinsehen entpuppte sich das “Tier” als Marienkäfer, den der Kleine wohl für ein Alien gehalten hatte.
Er trug eine bereits etwas verwaschene Cordhose, die man vor einigen Jahren nur als ” Manchesterboks ” hier am Niederrhein kannte.
Warum? Ich weiß es nicht.
Am Imbißstand wollte eine stressgeplagte Mutter ihre kleine Tochter gerade davon überzeugen, daß Currywurst ein überaus schmackhaftes Sonntagsessen darstellt, das Mädchen aber nur beleidigt feststellte:
“Dat mach ich nich! Ich will ein Eis!”
Apropos: “Kinder”:
Ein Magier holt einen Jungen aus dem Publikum rauf auf die Bühne. Dort gibt er ihm freundlich die Hand und sagt: “Nicht wahr, mein Junge, du hast mich noch niemals zuvor gesehen?”-”Nein, Papa!”
Wir bemühten uns, im Gedränge und Geschiebe einige Meter gutzumachen. Im American Football spricht man da von Raumgewinn. Der lag etwa bei vier Metern pro Minute.
Alsdann vernahmen wir unvermittelt die Wohlklänge eines holländischen Dweilorchest, die es bekanntermassen schaffen, eine triste Gesellschaft in zwei Minuten auf die Tische zu bringen um sich dort als Breakdancer zu outen.
Im Klever Platt ist ein “Dweil” ein Aufnehmer.
Was das mit dem Orchester zu tun hat, erschließt sich mir nicht wirklich.
Aber egal, Toni.
Mir gefallen diese Musikertruppen ausgenommen gut, weil sie im Nu geniale Stimmung verbreiten, der sich kaum jemand entziehen kann.
“Die maake Rämmi Dämmi met ör Gebloos än Getrommel, dat de Duuwe ont fliege goan bes noar Pusemuckel.”
( Übersetzung: ” Die machen ein Radau mit die ihr Gebläse und Getrommele, dat die Reisevögel ant fliegen dran gehen tun bis nach Goch oder so…” )
Nach gefühlten vierzehn Tagen unten am Spuckmänneken angekommen, begaben wir uns wieder zurück, um die Stadt hochzulaufen bis zum EOC, wo unser Auto parkte.
Zwischendurch ein kleiner Snack bei Henk Hop, der ja bekanntlich der Klever Käse-Spezialist ist und mit einem Fischgeschäft expandiert hat – diesmal mit kross gebratenen Haxen überraschte. Henk auf Abwegen?

Wasserspiele (© J.Reintjes)
Nach dieser Zwischenmahlzeit ging es weiter bergauf die Stadt hoch mit dem Pulk an Menschen, die sich immer dichter gedrängt voranschoben.
In einem Geschäft hatte Püppi eine hübsche Sommerhose für sich entdeckt und ging daran, sie einmal anzuprobieren.
Was soll ich sagen, Toni?
Vor den Umkleidekabinen harrten geduldig mindestens fünfundzwanzig Mädchen und Damen allen Alters aus, um an die Reihe zu kommen.
Das erinnert mich immer an öffentliche Toiletten auf Flughäfen, nach der Landung einer Maschine.
Ich konnte Püppi gerade noch davon überzeugen, am darauffolgenden Werktag nochmal einen Versuch zu starten, als ein uns bekanntes Paar unseren Weg kreuzte und uns ins Gespräch zwang. ( Grrrrr )
” Sitt gellie ok so ant schweete beij den ganze Firlefanz hier?”
( Übersetzung: ” Seid Ihr auch so ant schwitzen dran bei der ganze Aufwand hier”? )
wollte man wissen.
Der weitere Verlauf des Gespräches war nur die übliche Herzieherei über gemeinsame Bekannte und nicht weiter originell oder erwähnenswert.
Oben an der Linde konnten wir danach kleine Kinder bewundern, die sich jauchzend vor Vergnügen an Gummibändern auf und ab schwangen.
Das macht immer wieder große Freude, Kinder vor Lachen quieken zu hören.
Ein anderes Dweilorchester spielte gerade ein Beatles – Medley in einer unnachahmlichen Art, daß die meisten Zuhörer überhaupt nicht mitbekamen, das diese Musik wirklich aus den Sechzigern stammte.
Endlich waren wir am Parkplatz angekommen und waren nun nicht mehr gewillt, auch noch über den dort aufgebauten Trödelmarkt zu wandern.
Eigentlich hatten wir vor, uns noch einige Möbelstücke anzuschauen, da wir zu Hause mal ein bisschen umdekorieren wollten.
Allerdings interessierten uns da schon eher neue Sachen und nicht vermuffter aldewedse Kram. ( Haha )
Was soll ich sagen, Toni?
Um neue und moderne Möbel und so alles, was dazu gehört, einmal in Ruhe und mit der entsprechenden fachlichen Beratung anzuschauen und auszusuchen, gibt es für uns eine Top-Adresse, wo wir das alles finden und noch mehr.
Du weißt ja – wir geben viel auf Tradition und da sind wir dort genau richtig.
Kuck ma hier:
Da kannst Du Dir richtig Zeit nehmen, um Dir eine gigantische Auswahl an Wohn-, Schlaf-, Ess- oder Kinderzimmer anzusehen – dazu Polster-, Büro-, Gartenmöbel und und und…..
Zum guten Abschluß will ich Dir, dem Thema angepasst, noch die tolle Geschichte von den ” sprechenden Möbeln ” erzählen:
Der Liebhaber ist bei ihr zu Hause; zusammen liegen sie im Bett, da hört er plötzlich, wie der Ehemann die Treppe hinaufkommt. Schnell versteckt er sich im Schrank , als er den Mann aufgeregt rufen hört: “Schatz, schnell – draussen brennt’s!” Da hört man plötzlich eine Stimme aus dem Schrank: “Rettet die Möbel, rettet die Möbel!”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.