Läck de Söck därr, Toni!
Der aktuell laufende Sommer ist auch nicht mehr dass, was wir bekanntermaßen als sonnige Jahreszeit irgendwie in Erinnerung haben. Wenn es so weiter geht, dann wachsen uns noch Schwimmhäute zwischen den Zehen.
Ich meine, Duschen einmal täglich ist ja normal, aber auch draußen?
Natte Füüt än ömmer den Schärm över dä Kopp – dat es toch gennen Soomer. Doar mott et dortech Grood sinn än dä Sonn op den Däätz brutzele näss frugger.
Übersetzung: (Nasse Füße und immer der Schirm über der Kopf – das ist doch keinen Sommer. Da muss es dreißig Grad sein und einen die Sonne auf der Schädel braten.)
Da füllt sich sogar jede Markise derart mit Wasser, das man an eine Zitadelle erinnert wird und der Gedanke reift, den Garten komplett zu überdachen, damit man zumindest den Eindruck erwecken kann, dass man sich an der frischen Luft aufhält, um sie mal zu schnappen.
Das Wetter der Extreme. Temperaturstürze von plus oder Minus 10 Grad und mehr sind schon längst keine Seltenheit mehr. Mittlerweile schmiere ich Püppi nach dem Duschen mit “After Sun” ein, damit man wenigstens geruchsmäßig an den Sommer erinnert wird.
Trotzdem habe ich im Laufe meines Lebens den Eindruck gewonnen, dass man aus Allem immer das Gute herausholen soll. In jedem Seminar wird erklärt, dass das Glas immer halb voll ist und nicht halb leer, das man immer Positiv denken soll und am Ende des Tunnels auch wieder Licht erscheint.
Klar – wenn man denn dran glaubt. (hihi)
Was soll ich sagen, Toni?
Versuchen wir mal, das Positive aus diesem Scheißwetter rauszuholen:
1. Man schläft besser, da es im Schlafzimmer nicht so heiß ist.
2. Man braucht die Schuhe nicht zu putzen, sondern nur kurz spazieren gehen.
3. Man muss nicht in den Biergarten, um dort das kalte Bier zu trinken.
4. Man braucht sich nicht auf die Liege im Garten zu legen um braun zu werden.
5. Man hat eine Ausrede, im Ausland Urlaub zu machen, wo die Sonne scheint.
6. Man erspart sich dünne und enge Kleidung, die jedes Gramm Zuwachs an den Tag bringen.
7. Man kann in Ruhe Formel 1 und Fussball auf der Kautsch kucken. (oops)

Forstgartenfrühling (© J.Reintjes)
Es gibt bestimmt noch so viele positive Seiten von verregneten und kalten Sommer-Sonntagen Toni, aber ich lasse es jetzt.
Kommen wir nochmal zurück auf die Kautsch.
Jaaa – ich weiß – COUCH!
Aber wir befinden uns am Niederrhein und da schreibt man so, wie man es spricht.
Beispiel:
Der Niederrheiner schreibt nicht: “Trottoir” sondern Trottowar, nicht “Parapluie” sondern Paraplü und nicht “Chaiselongue” sondern Schäselong.
Wer nicht mehr weiß, was ein Schäselong ist – es ist eine Kautsch, aber eine feudalere. (hihi)
Um so ein edles Teil zu besichtigen oder zu erwerben, solltest Du einmal hierhin gehen:
Da findest Du neben den klassischen Schäselongs auch exklusive Möbel aus England und Frankreich, vorwiegend Chesterfield Rochester, Barockmöbel, Leder Garnituren, Markenuhren, antike Möbel und edles Interieur.
Wenn Du davon begeister bist, Toni, kannst Du auch ohne Umschweife direkt zuschlagen, denn Coenenstyle betreibt auch einen entsprechenden Ebayshop.
Den findest Du dann hierüber:
Für eine Beratung meldest Du Dich aber sinnvoller Weise direkt bei Familie Coenen in Bedburg-Hau am Niederrhein.
Wie immer, Toni, hier noch einer zum Thema:
Ein Ehemann kommt unerwartet nach Hause, stürmt die Treppe hoch, reißt die Schlafzimmertür auf und schreit seine Frau an: “Raus aus dem Bett und weg, das Haus brennt!!”
Darauf ertönt eine Stimme aus dem Kleiderschrank: “Rettet die Möbel! Rettet die Möbel!”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.