Läck de Söck därr, Toni!
Heute morgen erblickte ich in einem Geschäft in Kleve ein Angebot, das eigentlich mit dem ursprünglichen Sortiment des Ladens nichts zu tun hatte.
Es handelte sich um einen Rodonkuchen, bzw. Sandkuchen oder wie diese Gugelhüpfer heißen, die meistens in schwarz/weiß daherkommen.
Das erinnerte mich spontan an meine ersten Gehversuche im Skatspielen, wo dieser Kuchen oftmals eine Rolle spielte.
Mein Vater war nun überhaupt kein Freund dieses Gebäcks und pflegte immer zu sagen:
“Denn Proffkuuk es so dröög, denn köij noch niet es met zoppe in en Glas Sierts ont schmaake kriege.”
( Übersetzung: ” Der Stopfkuchen ist so trocken, den kannste nich mal mit den Aufweichen in ein Glas Limonade ant schmecken bekommen.” )
So kam es, wie es kommen mußte und es wurde Skat gespielt, um dem Kuchen seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen.
Jeder, der ein Spiel verlor, mußte zur Strafe ein Stück des Kuchens aufessen.
Nach bestimmt zwanzig verlorenen Spielen hatte ich das Gefühl, ich würde aus allen Poren stauben und mein Magen verlangte nach einem Hektoliter Wasser.
Wer jemals unter solch verschärften Bedingungen Skat gelernt hat, wird stets bestrebt sein, zu gewinnen, was mir in der Folgezeit dann auch ein oder zweimal gelungen ist.
Schön waren dann immer die begleitenden Kommentare, wie:
“Dat gildet nich! Du hass gefuscht!”
oder:
“Want geij owen Hernekast en bettje oangestrengt hat, än min met den Oas ongespöölt hat, dann hadde weij dat Spööl gewonne, Äpke.”
( Übersetzung: ” Wennste Deine Gehirnkiste ein bissken bemüht hättest und mich mit der As angespielt hättest, dann hätten wa dat Spiel siegreich bestritten, Äffken.” )
Apropos: ” Skat “ :
Vier Skatbrüder fahren gemeinsam in den Urlaub, weit weg von jeglicher Störung. Nach zwei Tagen intensiven Spielens wird einer von Ihnen weggeschickt, um Proviant zu holen. Als er zurückkommt, packt er alles aus: vier Flaschen Wein, drei Kisten Bier, zwei Flaschen Schnaps. Schließlich nimmt er noch einen Laib Brot aus seiner Einkaufstasche. Meint einer der Skatbrüder gerührt: ” Sieh mal einer an – sogar an die Vögel hat er gedacht.”
Mich würde einmal interessieren, ob Skat heute noch zu den beliebtesten Spielen in Deutschland gehört.
Vermutlich nicht mehr. Wo findet man denn noch drei Menschen, die auch noch alle Drei die Skatregeln beherrschen und dann auch gerade Lust haben, eine Partie zu kloppen?
Möglicherweise auf Mallorca. ( hihi )

Alte Sicht (© J.Reintjes)
Heutzutage spielt man immer weniger in gemütlicher Gesellschaft unter Freunden und Verwandten, wo man sich beim ” Mensch Ärger Dich Nicht ” natürlich maßlos ärgerte, wenn jemand das eigene Püppken rausgeschmissen hatte.
Dann flogen die Würfel schon mal durch die Gegend und Mutter drehte in aller Ruhe das Spielbrett um, wo dann meistens Mühle oder Halma draufstand, was die Gemüter dann wieder beruhigte.
Heute spielt man entweder im Internet gegen alle möglichen Gegner auf der ganzen Welt oder fetzt sich vor dem Computer mit zwei bis vier Leuten.
Ab und an reizt mich das auch und ich spiele dann eine Partie Poker, natürlich nur um Spielgeld, mit irgendwelchen Leuten in Timbuktu oder Schawatonga.
Mittlerweile habe ich so ein kleines Vermögen von über einer Million Spielgeldpunkten eingeheimst, allerdings noch niemanden gefunden, der mir das jetzt in Euro umtauschen tut.
Aktuell spielt man wohl besonders gerne Abenteuerspiele oder Adventures, wie man auf Klever Platt sagt oder Rollenspiele.
Dabei schlüpft man in die virtuelle Figur einer selbst erschaffenen Person, sei es Krieger, Hexer, Schwertkämpfer, Magier oder Waldarbeiter – je nach Neigung.
Selbst das Aussehen, ob Männlein oder Weiblein, die Kleidung, die Bewaffnung, die Talente und Fehler kann man vorher bestimmen. Man spielt also Gott.
Und wer wollte das nicht mal sein? – Gute Idee der Spielemacher.
Anschließend macht man sich dann auf in Traumwelten, die so noch kein Mensch gesehen hat. Enterprise läßt grüßen.
Boah, Toni – so kannst Du selbst mal Harry Potter, Captain Kirk, James Bond oder Obi Wan Kenobi sein oder einfach Kruxxx – wenn Du Dir diesen Namen geben möchtest.
Und dann geht auf Deinem Picture Umbrella ( Bildschirm ) die Post ab – oder auch nicht. ( grins ). Denn vor den Erfolg hat der Spielegott das Üben gesetzt.
Da ich über einen nur absolut begrenzten Zeitrahmen verfüge, habe ich mir in der Vergangenheit immer die Lösungsbücher gleich mitgekauft und hatte somit eine Zeitersparnis von etwa dreieinhalb Jahren. ( jau )
Jetzt bin ich aber bei meinen beruflichen Aktivitäten auf ein Geschäft in Kleve gestoßen, wo ich mir nicht nur die neuesten Innovationen im Spielebereich besorgen kann, sondern wo man mir auch erklärt, um was es eigentlich geht.
Was soll ich sagen, Toni?
Hier bekommst Du immer die aktuellsten Spiele, Tabletops ( wenn Du wissen willst, was das ist, mußt Du schon hingehen, harhar. ) und alles, was man so am Rande dafür braucht, wie auch Spielchips und original Karten für`s Pokern.
Dort habe ich mir auch sagen lassen, daß die beliebtesten Spiele Warcraft und so heißen.
Interesse? Dann nichts wie hier hin:
Wenn Du hier nicht fündig wirst, dann wirst Du das in Deinem ganzen Leben nicht mehr, Toni.
Laß uns noch kurz ein wenig lachen:
Ein Mann sitzt vor seinem neuen Computerspiel und ruft die Hotline an. Als er endlich nach zwei Stunden Wartezeit verbunden wird, fragt er den Menschen am anderen Ende der Leitung: ” Ich spiele zum ersten Mal ein Rollenspiel. Was muß ich drücken?” die Antwort: “Am Besten beide Daumen.”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.