Einkaufen in Kleve – Baugewerbe Stahlbau - Toni, Jupp, Klever, Hannes, Pferd, Kleve, Professor, Wenn - Einkaufen in Kleve

Einkaufen in Kleve – Baugewerbe Stahlbau

Läck de Söck därr, Toni!

Heute morgen lief ich die Große Straße in Kleve runter und vernahm zufällig folgenden Dialog:

“Dor heij godome Jupp! Wie gedded ow dann, Jupp? Sitt geij wär ohne ow Alt opp Jöck?” ( Übersetzung: ” Da hasse ….. Joseph! Wie geht Dich dat denn, Joseph? Sitzt Du wieder ohne Dein Alt auf Jockel?” )

Mein Eindruck war, daß der angesprochene Jupp urplötzlich ein Loch im Boden suchte, um darin zu verschwinden, so peinlich war ihm diese Anrede.

Da er aber nicht mehr aus der Nummer rauskam und auch nicht so tun konnte, als hätte er das nicht gehört ( um der Wahrheit die Ehre zu geben, konnte man es auch noch 300 Meter weiter klar und deutlich vernehmen ), antwortete er mehr aus Höflichkeit, denn aus Respekt:

“Ah – Hannes. Alles klar?” ( Übersetzung: ” Ah – Hannes. Alles klar?” )

Hannes grinste über alle vier Backen ( Übersetzung: Wangen ) und konnte sich ein weiteres Bohren nicht verkneifen:

“Säch bloß, gellie sitt all wär teröck van Pusemuckel, off woar sitt gellie gewesst met owen Tross?”

( Übersetzung: ” Sach mich nur, ihr seit alle wieder hier von ein Land, wat mich gerade nich einfällt, oder wo seit ihr von wieder da mit euren Campingwagen?” )

Jupp, jetzt langsam Herr der Lage:

“Wir waren in Finnland.”

Hannes: “Let dat witt in Deutschland herinn?”

Jupp, jetzt langsam absoluter Herr der Lage, weil ein Schwenk ins Klever Platt:

“Geij sitt ännen alden Döskopp!” ( “Übersetzung: ” Du bist mich aber einen alten Schlummerkopf!” ) und zu imaginären Umstehenden gewandt:

“Denn wett noch niet ens, dat Finnland verrecks witt wech es van Deutschland.” ( Hier verbietet sich höflichkeitshalber die Übersetzung. )

Leider konnte ich ab hier dem Gespräch nicht mehr folgen, weil ich terminlich unter Druck stand. Reichte aber, um gut gelaunt weiter zu gehen.

Tja, Toni – solche Gespräche vernimmt man häufiger in unserer Stadt. Man muß nur ab und zu genau hinhören.

Narrendenkmal (© J.Reintjes)

Überaus lustig wird es natürlich, wenn ein Klever Bürger einen “Aussenseiter” ( zumindest, was das Klever Platt angeht ) anspricht oder ihn etwas fragt.

So hörte ich neulich folgendes Gespräch vor dem Bahnhofsgebäude, wo ein Klever Passant auf einen Reisenden traf, der wohl gerade mit dem Zug in Kleve eingetroffen war:

“Guten Tach. Entschuldigen Sie – aber hätten Sie ewentowell einen Pottloot für mich?” (Übersetzung: “Ich begrüße Sie. Verzeihen Sie – aber hätten Sie eventuell einen Topflos – umgangssprachlich auch Bleistift – für mich?” )

Ziemlich verdutzt schaute der Tourist sein Gegenüber an, um ihm dann mitzuteilen:

“Tut mir leid, ich rauche nicht!” und ließ den guten Menschen ohne Schreibgerät einfach stehen.

“Dann geh ich eben nach de Post!” zischte der verständnislos hinterher.

Genauso könnte es auch sein, wenn man den Wochenmarkt besucht und Kartoffeln einkaufen möchte.

“Gib mich ma ein Fund Ärpelen.”

“Tut mich leid, aber wir haben nur Pippers.”

Tja, Toni – beim Einkaufen in Kleve da erlebt man die dollsten Sachen, wenn man nur ein wenig beobachtet und zuhört. Die allerbesten Witze schreibt immer noch das Leben selbst, denn niemand könnte sowas erfinden.

Apropos: “Witze” – hier ein Pferdewitz:

“Was machen Sie, wenn man Ihnen ein Pferd mit Schlüsselbeinbruch zuführt?” will der Professor von seinen Veterinärkandidaten wissen.
“Sofort Gipsverband und Tetanusspritze” schlagen die Studenten vor.
Der Professor schüttelt weise mit dem Kopf.
Die Studenten warten geduldig.
“Ich würde dieses Tier sehr teuer an ein Museum verkaufen” belehrt sie schließlich der Professor. “Denn es wäre das einzige bisher bekannte Pferd mit einem Schlüsselbein…”

Was soll ich sagen, Toni?

Leider kann heutzutage nicht jeder, wie es im wilden Westen noch üblich war, mit einem Pferd zur Arbeit reiten. Aber immerhin gibt es hier im ländlicheren Bereich noch genügend von diesen edlen Tieren, um wenigstens ab und zu mal eines zu erspähen.

Wenn Du sicher sein willst, Pferde zu sichten, dann solltest Du u.a. auch in Pferdehallen gehen. Da ist die Wahrscheinlichkeit doch schon ziemlich groß, auf einen gesattelten Hengst zu treffen.

Ich für meinen Teil kann Dir zumindest erzählen, wer solche Hallen baut und nicht nur das. Schau Dir mal das hier an:

Stahl- und Hallenbau

Knaller – oder Toni? Wenn Du mal eine Halle bauen willst – wo sonst läßt man das hier machen?

Jetz nicht nölen – heute beende ich meine Geschichte mal ohne Witz am Schluß, dafür beim nächsten Mal wieder mehr.

Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.



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