Läck de Söck därr, Toni!
Der niederrheinische Regen prasselt auf die Köpfe der emsigen Menschen, die sich trotz des miesen Wetters in die Stadt getraut haben, um einer der wichtigsten Tätigkeiten der Woche zu frönen:
Dem Einkaufen in Kleve.
Die meisten schützen sich gegen die strömenden Wassertropfen wie üblich mit Regenschirmen, Regenhauben oder anderen nützlichen Kopfbedeckungen. Was aber immer auffälliger wird, ist die Kopfbedeckung etlicher junger Damen, bei denen ich den Grund dessen mal nachfragen müsste.
Sie schützen sich selbst bei miesestem Wetter mit einer in ihrem Haupthaar eingebauten Sonnenbrille. Möglicher Weise ist die bei einigen sogar schon angewachsen. Wer weiß?
Auf Nachfrage bei Püppi gab sie mir zu verstehen, dass die Damen diese Sonnenbrillen voraussichtlich auch bei strahlendem Sonnenschein nur selten zum Schutz der Augen benutzen, sondern das es sich tatsächlich mittlerweile um ein so genanntes modisches Accessoir handelt.
Doar häbbe die Wievers än Sonnebrell opp de Kopp än wenn dä Sonn schinnt, dann sätte seij die noch niet ens vör de Ooge. Sönne Quatts mott verstoon denn well.
Übersetzung: (Da haben die Frauenleute eine Sonnenbrille auf der Kopf und wenn die Sonne dann an das Scheinen dran ist, dann setzen sie diese nicht einmal vor die ihre Augen. So einen Quatsch muss verstehen der das will.)
Und das Tolle daran ist: Es muss jedes Jahr ein aktuelles Modell sein. Genau wie bei den Klamotten. Verstehst Du das Toni?
Naja, egal. Die Optiker und Anbieter von Sonnenbrillen sollen sich freuen. Und davon haben wir ja einige in Kleve, wie Du hier bestaunen kannst:
Wo wir gerade bei Brillen sind: Für ältere Menschen, die unter Sehschwächen leiden, sind die kleinen Buchstaben auf einem Monitor zum Beispiel nur sehr schlecht zu lesen.
Daher gibt es mittlerweile bereits so genannte barrierefreie Homepages, wo die geschriebenen Texte so groß erscheinen, dass man keine Lupe mehr benötigt.
Apropos barrierefrei!
Tulpenbaum (© J.Reintjes)
Diese Option wird in allen Bereichen des täglichen Lebens immer wichtiger. Auch junge Menschen werden älter, auch wenn sie es heute noch nicht wahr haben wollen.
Glöfft et ma. Okk denn Mitsack van vandaag kömmt op de Scholl, gett traue än es rubbel die Katz ööver fifftig. Die, die dat sinn, weete woarvan ek vertell.
Übersetzung: (Glaub dat ma ruhig. Auch der kleine Krott von heute kommt auf die Schule, geht trauen und kaum massiert man die Katze ist man über fünfzig. Die, die das sind, wissen wovon ich verzähle.)
Aber die Sprüche der Älteren wirken auf junge Menschen seit Anbeginn der Zeit als etwas, das man nicht wirklich hören will.
Trotz allem gibt es innovative Unternehmungen, schon heute an das Morgen zu denken und damit meine ich keine Versicherungen, Sparpläne oder andere Maßnahmen. So was willst Du von mir eh nicht hören oder Toni?
Nee – was ich meine ist barrierefreies Wohnen. Wer das heute in seine Planungen mit einfließen läßt, kann sicher sein, auch in einigen Jahren davon zu profitieren, wenn nicht alles mehr so flott und locker von der Hand geht, wie heute noch.
Und genau dafür gibt es eine Firma in Schottheide, die sich darauf spezialisiert hat.
Guck mal hier, Toni, wenn Du alles wissen möchtest über Türverbreiterungen, Treppenlifte, Aufzugsanlagen, höhenverstellbare Arbeitsplatten, barrierefreie Badsanierung, Badewannenlifte, Brandschutz und Sicherheitstechnik,
Notruf- und Sprechanlagen oder auch Sicherheitsbeleuchtung:
JHS GMBH für Barrierefreies Bauen
Da berät man Dich in allen Fragen, wenn Du Dir die Frage stellst: Wie kann ich besser wohnen im Alter?
Da das Alter ja relativ ist – man ist immer so alt oder jung, wie man sich fühlt – hier noch einer zum Abschluss:
Eine Dame möchte einen Bonsaibaum kaufen. “Wie alt wird dieser Baum denn so?” will sie vom Gärtner wissen. “Naja,” antwortet der Fachmann, “so um die zweihundert Jahre wird er schon werden.” – Die Frau: “Na, das werden wir dann ja sehen!”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.