Läck de Söck därr, Toni!
“Kuck – da iss ne Mäh. Tu ma Ei machen.”
Genau diesen Satz sprach eine junge Mutter zu ihrem Nachwuchs, der im Tiergarten in Kleve sein kleines Näschen nur allzu neugierig in den Maschendrahtzaun steckte.
Folge davon war, dass eine sehr schlabbrige Zunge einer üblich herbe duftenden Ziege dem Jüngelchen die Schnotterbellen entfernte.
Ein Besuch im Klever Tiergarten lohnt sich allemal. Also habe ich Püppi in den Wagen gepackt und bin mit ihr dort hin gefahren, um zu sehen, was sich im Laufe der Zeit so getan hat.
Was soll ich sagen, Toni?
Für die dreifuffzig pro Nase kann man schon so Einiges an Getier, Gefliege und Gedierzel bewundern.
Direkt hinter dem Eingang links kommt man zu den Seehunden, die natürlich bereits früh einen Höhepunkt darstellen, sind es doch recht “possierliche” Tiere, wie Professor Grzimek zu bemerken pflegte. Ein Highlight für alle Kleinen. Vor allem, weil direkt daneben die Erdmännchen stetig aufgeregt hin und her rennen, als wenn sie auf den Postboten warten, um sich dann aufrecht zu stellen, um besser sehen zu können, was so abgeht.
Noch schöner und niedlicher empfanden wir allerdings den roten Panda, die einzige Katzenbärenart der Erde. Tatsächlich rot befellt, stolziert er sein Revier ab und läßt sich hochmütig bewundern. Tolles Tier.
Apropos: Seltene Tiere:
Zwei Yetis treffen sich im Himalaya. Sagt der Eine zum Andern: “Gestern habe ich Reinhold Messmer gesehen.” Antwortet der Zweite: “Wie? Den gibt’s tatsächlich?”
Weiter geht es zu den Trampeltieren, wovon uns auch einige in freier Wildbahn in Kleve bekannt sind. Das aber nur am Rande. (kicher) – Schöner sind die Kamele, obwohl der Duft, den sie verströmen, eine empfindliche Nase schwer beleidigen kann. (Jauchz)
An einer reichlichen Auswahl an Ziegen und Schafen geizt der Klever Tiergarten nun wirklich nicht. Die gibt es in allen Größen, Formen und Duftnoten.
Die Geite än Schööp blääre, kresse än stenke, dat ow ganz flau in de Maag wörd.
Übersetzung: (Die Geißen und Schafe blöken, kreischen und müffeln, dat Dich ganz unwohl in der Magen werden tut.)
Tja, Toni – was nimmt man nicht alles in Kauf, um Tiere zu sehen, die nicht im eigenen Garten verkehren?
Vorbei an Füchsen, Eseln, Stachelschweinen, Poggen und einem Känguruh, kommt man auch zu den Vögeln. Schade, dass der Platz für die größeren Greifvögel ein wenig beengt ist. Es wäre schön, sie einmal richtig gleiten zu sehen, anstatt mit einem Flügelschlag auf den nächsten Ast zu flattern. Aber das wird wohl kaum umzusetzen sein.

Eine gesponserte Pflasterung erleichtert bereits auf vielen Wegen das Gehen und man spürt, dass es an allen Ecken und Kanten vorwärts geht mit der Verschönerung, Verbesserung und Vergrößerung des Areals. Kleve kann stolz sein.
Wenn man sich mal überlegt, welcher Aufwand zur Erhaltung eines solchen Anziehungspunktes erforderlich ist, weiß man, dass es auch und vor allen Dingen auf die Großzügigkeit der Bürger und Bürgerinnen ankommt. Futter, ärztliche Versorgung, Instandhaltung, Reinigung, Energie- und Personalkosten, sowie noch vieles andere verschlingen enorm viel Geld. Irgendwo muss es herkommen. Daher hier an dieser Stelle ebenfalls der Aufruf:
Toni – hab ein Herz für Tiere und laß mal was für den Tiergarten in Kleve springen. Lohnt sich.
Denn es geht weiter, vorbei an einigen Lamas, die scheinbar das Spucken verlernt haben oder es noch nicht richtig beherrschen. Zumindest haben wir keines spucken sehen. Auch enttäuscht waren wir über den wirklich farbenprächtigen, wundervollen Pfau, der sich partout weigerte, ein Rad zu schlagen. Andererseits kann man die Tiere ja nicht bedrohen, um Ihnen dazu Anlaß zu geben. Egal. Sind auch so schön anzusehen.
Insgesamt sollen es über fünfhundert Tiere sein, wobei die bekannten Haustierrassen einen Schwerpunkt bilden.
Daher der Aufruf an alle Tonis im Raume Kleve und darüber hinaus mit einer Textzeile eines bekannten Liedes von Willi Millowitsch: “Enne Besuch im Zoo – oh, oh oh, oh – nee wat is dat schön!”
Daher, Toni – wenn Du mal am Wochenende keinen Plan hast: Tiergarten Kleve!
Auf dem Parkplatz angekommen, um die Heimfahrt anzutreten, passierte das, was schon mal passiert. Auto putt!
Ich weiß jetzt nicht, was Du in solch einem Fall empfiehlst. Ich empfehle da:
Eine Autowerkstatt, die seit mehr als fünfzig Jahren vor Ort in Kleve besteht und sich speziell um alle Belange in Sachen Autogasanlagen, Kfz-Elektrik, Autoklimaanlagen, Autoservice, Elektromaschinen Reparatur, Elektrowerkzeuge und noch einiges mehr kümmert.
Tja, Toni – da wirste geholfen.
Und Eines wirst Du dort bestimmt nicht zu hören bekommen, wenn Du die direkte Frage stellst:
“Meister, wie steht es mit meinem Auto?”
“Sagen wir es einmal so: Wenn ihr Auto ein Pferd wäre, müßten wir es erschießen!”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.