Läck de Söck därr, Toni!
Endlich Sonne, Licht, schön Wetter, Wärme und Blätter an den Bäumen und Sträuchern. Auch der Rasen wächst wieder in der ihm vorgeschriebenen Geschwindigkeit, um Samstags mittags, pünktlich zur besten Bundesligazeit die Rasenmäher der gesamten Ortschaft ans Dröhnen und Kreischen zu bringen. Ganz zu schweigen von dem nervenzerfetzenden Gesurre, das ein elektrischer Rasenkantenschneider hervor zaubert.
Besonders energisch und abgefahren operiert bei dieser Tätigkeit, nämlich dem Rasen einen neuen Fassonschnitt zu verpassen, eine unserer Nachbarinnen. Vermutlich hat sie immer noch nicht festgestellt, dass man die Höhe des Schnittes am Gerät justieren kann. Nein – sie mäht dem bewachsenen Boden derart eine Glatze, dass die darin befindlichen Steinchen und Körner zu brandgefährlichen Geschossen werden und man sich beim Grillen in Deckung werfen muss.
Die schääst dör ööre Weij näss dör Kappes än Tabak met die ööre Stenkkapper.
Übersetzung: (Die galoppiert durch ihre Grünfläche durch wie als durch Weißkohl und Rauchwerk mit die ihre stinkende Mähmaschine.)
Das Einkaufen in Kleve beschränkt sich auf die wichtigsten Grundnahrungsmittel, wie Grillwurst, Holzkohle und Speckläppchen. Eventuell noch Salat und ein paar Pippers. Es sei denn, die Sonne verschwindet hinter den Wolken. Dann braucht man auch ein bissken Spargel, Erdbeeren und Soos Hollandääs.
Die Winterjacke wird eingetauscht gegen die Allzweckwaffe des deutschen Mannes – der beigen Überlebensweste mit ihren fünfundzwanzig Taschen, den Kakishorts, den weißen Socken und den Trekkingschuhen. Aahh – Sommer!
Bei uns am Niederrhein könnte noch das vergilbte Schalke-Trikot hinzukommen mit der Aufschrift: “Meister der Herzen 2001″ und möglicherweise noch eine Baseballcap mit dem Schriftzug: “Kik der Textildikont”.
Erkennen Du ihn wieder, Toni? Oder Dich?
Nach dem Grillen prostet man sich mit einem “Maria” zu, wenn es edler zugeht auch mal mit einem “Remmi Matteng” und genießt das Wochenende.
Das Plümmoh im Bett wird eingetauscht gegen eine leichte Überdecke, obwohl man trotzdem nachts verschwitzt aufwacht. Da hilft nur Füße in eine Schüssel mit kaltem Wasser eintauchen und Kaltes zu sich nehmen.
Wer einen Ventilator an der Decke oder als Standgerät sein Eigen nennen kann, bekommt zwar Luft zugefächelt, aber so richtig schlafen kann man bei dem Gewehe und Geblase nicht.
Doar fleute seij ow dä laue Wend öm de Nöös än geij sitt schmärges niet üttgeschloope än mott huste än schnüüwe met decke Schnotterbäll vör Verkältheit.
Übersetzung: (Da wehen sie Dir der angewärmte Wind um die Nase und Du bist morgens nich ausgeschlafen und musst keuchen und schnaufen mit dicke Schleimtropfen vonne Erkälterei.)

Das beste Gegenmittel ist eine feine Klimaanlage, aber die ist nicht billig und muss richtig eingebaut werden.
Einfacher wäre dann allerdings eine solche direkt im Auto. Die funktionieren in der Regel einwandfrei und man kann sich die eigene Wohlfühltemperatur einstellen.
Was soll ich sagen, Toni?
Da heißt es dann resümmierend: Gut gekühlt und preiswert fahren. (hihi)
Gut gekühlt sollte man jetzt auch die Getränke im den Straßencafes und Biergärten genießen. Daher hier diesbezüglich noch zwei zum Amüsieren.
Der Gast zum Kellner: “Herr Ober, haben Sie Zucker?” – “Nein, mein Herr, Gicht!”
und
“Herr Ober, das Steak riecht aber grauenvoll nach Schnaps!” Der Ober tritt drei Schritte zurück und fragt: “Immer noch?”
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.