Läck de Söck därr, Toni!
Gottlob sind wir unbeschadet so hollderdibollda durch die tollen Tage geschlittert und haben uns nicht ernsthaft verletzt.
Die Gecken haben ihre Kostüme wieder eingemottet und müssen sich jetzt bis zum 11. November gedulden, um erneut loszulegen. Die Normalität hat Einzug gehalten und man hört wieder allerorten die Kommentare zu den wichtigen Dingen des Lebens.
Zum Beispiel, das ja jetzt überall Rezession herrscht, wobei die Meisten das noch nicht so wirklich mitbekommen haben. Aber doch! Es läuft nicht bei jedem geradeaus. Viele Betriebe merken die Auswirkungen und müssen vorsichtiger agieren.
Nicht umsonst hat sich der weltbekannte Rapper 50 Cent mittlerweile entsprechend der Weltlage in 40 Cent umbenannt.
Auch die Banken freuen sich, wenn sie mal wieder ausgeraubt werden. Das ist ein untrügliches Zeichen, dass dort wieder was zu holen ist. (hihi)
Auf Höhe des Fischmarktes in unserer schönen Schwanenstadt Kleve am nicht minder schönen Niederrhein war die Tage folgendes zu vernehmen:
“Gefft min es effkes ennen Gross vör denn ärme Schloof, denn doar op de Kneeije ont friesen es.”
Übersetzung: (“Gib mich ma ebkes zehn Cent für der arme Mensch, der da auf de Knie ant frieren dran ist.”)
Boah, Toni!
Hast Du die Leute auch schon wahrgenommen, die da den ganzen Tag auf ihren Knieen bettelnd in der Stadt vor den Geschäften ausharren? Wahnsinn oder? In Deutschland braucht keiner zu betteln, um etwas zu essen oder zu trinken zu bekommen. Dafür gibt es genügend Hilfseinrichtungen. Also geht es hier um etwas anderes. Ein Schelm, der böses dabei denkt?
Wenn man, wie ich auch, fast täglich in Kleve unterwegs ist und die Geschäftsleute besucht, so ist man im Allgemeinen schon ein wenig beunruhigt über die Entwicklung. Zu viele Leerstände und zu wenig Branchenmix.
Um nicht nur die Attraktivität Kleves als Einkaufsstadt, sondern auch die Zusammenarbeit aller Unternehmen vor Ort unter ein Dach zu bringen, hat sich jetzt das Klever City Netzwerk, kurz KCN, gegründet.
Zum ersten Mal werden hier nicht nur die Einzelhändler in der Innenstadt, sondern alle Selbständigen, wie auch Dienstleister, Handwerker oder Freiberufler unter ein Dach genommen, um eine gemeinsame Initiative zu bilden, die die Kaufkraft vor Ort halten soll. Ähnlich der bereits bestehenden Strassengemeinschaften, allerdings wesentlich effektiver und umfassender.
Doar kömmt wat Grootes op ons tuw. Ewell bloß den Dümm dowe dütt et niet. Jeder mott okk en betje met helpe.
Übersetzung: (Da kommt wat Großes auf uns zu. Aber nur der Daumen drücken tut et nich. Jeder muß auch ein bissken da dran mithelfen tun.)
Ziel des Vereins Klever City Netzwerk e.V. ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Kleve, die einheitliche Darstellung (Corporate Identity) und Kommunikation gemeinsamer Interessen seiner Mitglieder nach innen und außen, sowie die Unterstützung bei der Entwicklung von weiteren Marketinginstrumenten zur Förderung und Verbesserung der Attraktivität unserer Stadt.
Tja, Toni – daran liegt uns ja auch viel. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist gemacht. Hoffentlich kommen die Klever Geschäftsleute jetzt auch etwas in die Puschen.
Der typische Klever schaut sich neue Dinge zunächst einmal in Ruhe an und spricht dann wie Zarathustra (oder Zaraleander?):
Weij dünn es een Joahr affwachte. Kieke wie et löppt. Dann köwwe ömmer noch mett duun.
Übersetzung: (Wir tun getz ma ein Jahr abwarten. Kucken wie alles läuft. Dann können wa immer noch mit tun.)
Leute, Leute! Durch Aussitzen und Abwarten sind noch nie große Dinge entstanden!
Also – alle Kräfte mobilisieren, Initiative zeigen, an den Erfolg glauben und das KCN tatkräftig unterstützen und sei es nur mit dem Beitritt als Mitglied. Letztendlich sollen alle profitieren. Die Geschäftsleute, die Kunden und Gäste der Stadt.
Was soll ich sagen, Toni?
Am Besten, Du merkst Dir schon mal dieses Zeichen hier:

Am Meisten freut mich, dass man auch darüber nachdenkt, zu Stadtfesten oder entsprechenden Gelegenheiten, den Bürgern und Gästen mal wirkliche Publikumsmagneten zu präsentieren, wie Grönemeyer, Lindenberg oder ähnliche Kaliber. Das wäre mit den entsprechenden Mitteln dann tatsächlich zu realisieren.
Vielleicht käme dann auch eine meiner Lieblingsbands nach Kleve: Gans und Rosen (oder so ähnlich – hihi)
Auch der Internetauftritt ist in Arbeit und wird bald die ersten News präsentieren können. Guck dann hier:
Also – Toni, werde Du auch Mitglied mit Deinem Geschäft und unterstütze die Initiative, die Kleve insgesamt nach vorne bringen wird.
Komm verrecks noch enns tuw ütt ow söck, än dütt mett. Froocht es die Andere in ow Gägend. Die sinn all lang doarbeij. Niet wachte – aanmälde!
Übersetzung: (Komm verdöllich noch eins zu aus de Socken und tu mit. Frag ma die Anderen in Deine Gegend. Die sind schon lange dabei. Nich abwarten – anmelden!)
Jeder, der von dieser innovativen Unternehmung demnächst profitieren möchte, sollte auch seinen Teil dazu beitragen.
Denk daran Toni:
Wer sich im Schatten der Großen sonnt, wird niemals braun!
Ek säch dann ma schüss, wa. Bess määrge off so.